Am 5. Mai 2026, in der kleinen Stadt Pasewalk, wurde Handballgeschichte geschrieben – und das nicht unbedingt im positiven Sinne für die Mecklenburger Stiere Schwerin. Im kleinen Derby gegen den HC Empor II mussten sie sich mit 33:37 geschlagen geben. Ein Ergebnis, das sowohl Spieler als auch Fans sichtlich mitgenommen hat. Zu Beginn sah alles nach einem Sieg für die Stiere aus: Zur Halbzeit führten sie noch mit 20:16 und waren auf dem besten Weg, die zwei Punkte zu sichern. Doch die zweite Hälfte sollte den Stieren das Rückgrat brechen.

Coach Michael Gutsche hatte vor dem Spiel große Hoffnungen, doch die fehlende Konstanz über die gesamte Spielzeit war nicht zu übersehen. „Wir hatten vor der Pause eine Angriffseffektivität von fast 70 Prozent“, stellte Gutsche fest, „aber nach der Halbzeit konnten wir aufgrund technischer Fehler weniger als die Hälfte unserer Angriffe erfolgreich abschließen.“ Das war der Knackpunkt, der das Spiel in eine andere Richtung lenkte. Clemens Harm von Empor II war der Schlüsselspieler, er erzielte acht Tore und machte das Leben der Stiere schwer.

Ein emotionaler Abschied und ein knapper Endstand

Ein ganz besonderer Moment war der Abschied von Daniel Finkenstein, der 18 Jahre für Post Schwerin und die Mecklenburger Stiere gespielt hat. Vor dem Spiel wurde er gebührend verabschiedet. Beim letzten Anwurf setzte er noch ein Tor zum Endstand, was die Fans irgendwie berührte. Die Liste der scheidenden Spieler ist lang: Matti Wagner wechselt zu Altenholz, Jonas Christ zieht es zum Studium, und Max Kahl wechselt zur TSG Wismar. Auch Joel Gieratz, Demian Linke (Zukunft ungewiss) und Denny Schiller (der Maskottchen „Bulli“) verlassen das Team. Ein echter Umbruch steht bevor.

Die Aufstellung der Mecklenburger Stiere präsentierte sich wie folgt: Sarrach und Raatz im Tor, während im Feld Spieler wie Runge, Wolf und Kortstegge für Aufsehen sorgten. Runge schaffte es dreimal ins Netz, während Kortstegge und Wagner jeweils fünf Tore beisteuerten. Doch gegen die defensive Steigerung des HC Empor II ab der 40. Minute kam das Team einfach nicht an.

Ein spannendes Derby mit vielen Emotionen

Das Derby war von Anfang an von Emotionen geprägt. Auf der anderen Seite standen die Spieler des HC Empor II: Fronek und Christofori im Tor, unterstützt von Harm, Steinberg und Wittkopp, der mit zehn Toren glänzte. Empor-Coach Erik Reimer hob die defensive Steigerung seines Teams hervor, die entscheidend zum Sieg beitrug. Trotz der Niederlage waren die Stiere im ersten Abschnitt des Spiels stark, doch die zweite Halbzeit offenbarte ihre Schwächen.

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Das Spiel war ein Spiegelbild des Lebens – manchmal läuft es einfach nicht wie geplant, und das muss man akzeptieren. Die Stiere stehen nun mit 29:31 Punkten auf dem sechsten Platz der Tabelle, während der HC Empor II mit 31:19 Punkten nur einen Platz davor liegt. Es wird spannend, wie sich die Stiere in den kommenden Spielen schlagen werden und wie sie die Abgänge ihrer langjährigen Spieler verkraften. Für die Fans bleibt nur zu hoffen, dass das Team bald wieder zu alter Stärke zurückfindet.