In Pasewalk tut sich etwas. Die Grundschule Mitte wird im kommenden Schuljahr 2027/2028 nur noch mit der vierten Klasse weitergeführt. Dies ist das Ergebnis einer Elternversammlung, die Bürgermeister Danny Rodewald (parteilos) einberufen hat. Die Entscheidung hat viele Eltern aufgerüttelt, denn die Stadt plant, die zweite Klasse zur Ueckertal-Grundschule in der Oststadt zu transferieren. Dort soll es nach einer Sanierung bessere Bedingungen geben. Aber die Mehrheit der anwesenden Eltern war gegen diesen Wechsel – sie haben andere Vorstellungen für den Verbleib ihrer Kinder.

Die Eltern argumentieren leidenschaftlich, dass die vierte Klasse in der Grundschule Mitte bleiben sollte. Gründe wie pädagogische Aspekte und kürzere Wege zur Schule sind für sie von großer Bedeutung. Bürgermeister Rodewald hat angekündigt, einen Kompromiss suchen zu wollen, sollte die Mehrheit der Eltern dies wünschen. Das klingt nach einem schwierigen Balanceakt, denn die Stadt plant zudem, die Grundschule Mitte an die Schulstiftung der Nordkirche zu verkaufen. Diese Stiftung betreibt schon die evangelische Nikolaischule im Oskar-Picht-Gymnasium.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Im Sommer 2027 soll die Sanierung und der Umbau der Grundschule Mitte beginnen. Die Schulstiftung der Nordkirche hat große Pläne: Im Sommer 2028 sollen dort die ersten Unterrichtsstunden für die neu gegründete evangelische Grundschule stattfinden. Ralf Schwarz, der Leiter der Ueckertal-Grundschule, hat versichert, dass der Klassenverbund bei einem Wechsel erhalten bleibt – allerdings ist unklar, ob die Klassenlehrerinnen mit den Schülern wechseln werden. Das wird für viele Eltern ein entscheidender Punkt sein.

Die Grundschule Mitte hat ihre Eigenständigkeit verloren und ist nun eine Außenstelle der Ueckertal-Grundschule. Ab dem Schuljahr 2025/2026 werden keine Erstklässler mehr aufgenommen. Dies ist alles Teil eines größeren Trends: Die gesunkenen Geburtenzahlen in Pasewalk und Umgebung haben die Notwendigkeit für einen neuen Schulbau überflüssig gemacht. Der letzte Schultag als staatliche Schule wird im Juli 2028 sein. Was für eine Zeitreise!

Praktische Informationen für die Schüler

Ein weiterer Punkt, der Eltern beschäftigen könnte, ist die Organisation der Schülerbeförderung. Wer die kostenfreie Schülerbeförderung nutzen möchte, muss für das Schuljahr 2026/27 einen neuen Antrag für die VG-Card stellen. Das gilt auch für Schüler der 5. Klasse, die einen Antrag und ein Passbild benötigen. Bei einem Schulwechsel ist immer ein neuer Antrag notwendig, und die Frist dafür läuft bis spätestens 15.06.2026. Die VG-Cards sind nicht nur für den Schulweg gedacht, sondern können auch in den Ferien genutzt werden – eine gute Nachricht für alle, die in den Sommerferien Ausflüge planen!

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Ein Blick auf das Bildungssystem

Die Entwicklungen in Pasewalk sind Teil eines größeren Bildes. Das deutsche Bildungssystem hat eine lange, oft turbulente Geschichte. Von den Anfängen im frühen Mittelalter, als die Kirche die einzige Institution war, die Bildung anbot, bis hin zu den Reformen, die im 20. Jahrhundert stattfanden – die Reise war alles andere als geradlinig. Die Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Preußen 1763 war ein Meilenstein, der den Grundstein für die heutige Schulbildung legte. Vieles hat sich seitdem verändert, und das Thema Bildung bleibt weiterhin im Fokus. Aktuelle Herausforderungen wie der Fachkräftemangel und die Notwendigkeit von Reformen sind omnipräsent, und die Diskussion darüber, wie wir die Bildung für die Zukunft gestalten, ist so wichtig wie nie.

Pasewalk erfindet sich also neu – nicht nur in Sachen Grundschule, sondern auch im Hinblick auf die gesamte Bildungslandschaft. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich alles weiterentwickelt und welche Lösungen letztlich gefunden werden. Die nächste Elternversammlung steht bereits für Anfang 2027 auf dem Plan. Ein Termin, den man sich merken sollte!