Vor mehr als drei Jahren hat ein dreister Diebstahl das Kelten Römer Museum in Manching, Bayern, in Aufregung versetzt. In der Nacht zum 22. November 2022 schlichen sich vier Männer in das Museum und machten sich mit einem Goldschatz im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro aus dem Staub. Der Schatz, bestehend aus rund 500 Münzen und einem größeren Goldklumpen, galt als das Aushängeschild des Museums, das erst 1999 bei Ausgrabungen entdeckt wurde.

Die Täter benötigten nur neun Minuten, um die Alarmanlage auszuschalten und die kostbaren Stücke zu entwenden – eine unglaubliche Leistung der Dreistigkeit! Ein Teil der Beute wurde zwar gefunden, doch der Großteil, insbesondere 411 Goldmünzen mit einem Gewicht von etwa drei Kilogramm, bleibt weiterhin verschwunden. Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat eine Belohnung von 20.000 Euro für Hinweise zur Auffindung des Goldschatzes ausgesetzt, aufgeteilt auf verschiedene Organisationen: 5.000 Euro vom LKA, 5.000 Euro von der Archäologischen Staatssammlung München und 10.000 Euro vom Zweckverband Kelten Römer Museum Manching.

Die Ermittlungen und Verurteilungen

Die Polizei hat bereits zweimal das Wohnanwesen des mutmaßlichen Haupttäters in Plate, Landkreis Ludwigslust-Parchim, durchsucht – doch die Suche blieb ohne Erfolg. Der Haupttäter, ein 48-Jähriger, wurde im letzten Jahr zu elf Jahren Haft verurteilt. Kurioserweise ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, da die Angeklagten vehement auf Freispruch plädierten. Die Haftstrafen der anderen drei Männer liegen zwischen vier Jahren und neun Monaten sowie sieben Jahren. Sie alle befinden sich seit etwa zwei Jahren in Untersuchungshaft. Ein 45-Jähriger aus Berlin wurde zudem zu acht Jahren Gefängnis verurteilt und hatte bei seiner Festnahme kleine Goldklumpen dabei – die Überreste von etwa 70 antiken Münzen aus Manching.

Die Ermittler fanden während ihrer umfangreichen Nachforschungen Einbruchswerkzeug und eine DNA-Spur in der Nähe des Museums. Ein Prozess gegen die vier Männer fand statt, und das Landgericht Ingolstadt war überzeugt von deren Schuld, obwohl die Verteidiger die Verteidigung auf Freispruch forderten. Die Staatsanwältin beantragte Haftstrafen zwischen sechs und zwölf Jahren, was die Schwere des Verbrechens unterstreicht.

Ein unerwartetes Erbe

Der Goldschatz wird nicht nur wegen seines materiellen Wertes geschätzt, sondern gilt auch als einzigartiges Kulturgut, das nicht ersetzbar ist. Die Sammlung erzählt eine Geschichte vergangener Zeiten und zieht zahlreiche Besucher an. Die Sicherheitsvorkehrungen im Museum waren hoch, doch die Täter fanden einen Weg, diese zu umgehen. Ein Eindruck bleibt: Ein derartiger Diebstahl wirft Fragen auf – nicht nur über die Sicherheit von Museen, sondern auch über die Motivation der Täter. Es gibt Gerüchte, dass diesen Männern noch weitere Einbrüche in Deutschland und Österreich angelastet werden, darunter das Aufbrechen von Tresoren und Geldautomaten.

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Die Aufregung um diesen Fall bleibt also bestehen, während die Ermittler weiterhin nach den verschwundenen Münzen fahnden. Die Belohnung von 20.000 Euro könnte vielleicht ein Anreiz für Insider oder andere Personen sein, die über Informationen verfügen. Ob der Goldschatz jemals zurückkehren wird? Die Zeit wird es zeigen.