Heute ist der 22.05.2026, und die Nachrichten aus Parchim bringen ein wenig Aufregung mit sich – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde erstmals das Bornavirus nachgewiesen. Ja, richtig gehört! Eine Person hat sich im südwestlichen Teil des Landkreises infiziert, möglicherweise beim Aufräumen oder Fegen. Da bleibt einem das Herz kurz stehen, wenn man an die möglichen Folgen denkt.
Das Bornavirus, ein heimtückischer kleiner Erreger, wird durch Feldspitzmäuse übertragen. Diese Nager scheinen nicht nur putzig, sondern sind auch Überträger des Virus – über ihren Kot, Urin und Speichel. Das Gesundheitsamt hat bereits eindringlich gewarnt, tote Mäuse nicht anzufassen und beim Putzen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Um die Menschen in der Region zu unterstützen, stellt der Landkreis sogar kostenlos FFP2-Masken an den Verwaltungsstandorten in Parchim und Ludwigslust zur Verfügung. Eine lobenswerte Initiative, die in diesen Zeiten wichtig ist!
Die Gefahren des Bornavirus
Das Bornavirus ist kein Spaß – es verursacht beim Menschen schwere Entzündungen des Gehirns und kann lebensbedrohlich sein. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass es in Deutschland jährlich fünf bis zehn Erkrankungen gibt. Ein beunruhigender Fakt, der zum Nachdenken anregt. Der Gesundheitszustand der infizierten Person in Parchim bleibt derzeit unklar, und es ist auch nicht bekannt, wie häufig Feldspitzmäuse im Landkreis das Virus tragen. Man kann sich nur wundern, wie viel Gefahr in den kleinen, unscheinbaren Tierchen stecken kann!
Wer jetzt denkt, dass man sich keine Sorgen machen muss, weil eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht möglich ist, der irrt sich nicht. Dennoch bleibt der Schutz vor Ansteckung das A und O, denn eine Behandlung für die Infektion gibt es noch immer nicht. Seit 2018 ist bekannt, dass der Erreger in seltenen Fällen auf den Menschen übergreifen kann, und in Bayern gibt es die meisten Infektionen durch Bornaviren in Deutschland. Ein bisschen wie ein ungebetener Gast, der sich in unser Leben schleicht und uns vor Herausforderungen stellt.
Feldspitzmäuse sind übrigens das einzige bekannte Reservoir für das Virus. Sie sind nicht nur für Menschen gefährlich, sondern auch für unsere Freunde auf dem Bauernhof: Pferde und Schafe können ebenfalls betroffen sein. Das ist eine ganz schön beunruhigende Vorstellung, wenn man darüber nachdenkt, wie viele von uns regelmäßig mit Tieren zu tun haben.
In Parchim und Umgebung ist derzeit höchste Vorsicht geboten. Das Bewusstsein für solche Erreger zu schärfen, ist entscheidend. Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr darauf achten, wie wir mit der Natur interagieren – und dabei immer ein Auge auf die kleinen, aber gefährlichen Mitbewohner haben. Denn manchmal steckt die Gefahr in den unscheinbarsten Ecken, und die Natur hat ihre eigenen Gesetze, die nicht immer leicht zu verstehen sind.