Heute ist der 4. Mai 2026 und in Parchim gibt es alarmierende Neuigkeiten aus der Geflügelzucht. In mehreren Landkreisen Brandenburgs, darunter Oberhavel, Prignitz und Teltow-Fläming, wurden die Ausstellungen von Geflügel aufgrund eines besorgniserregenden Ausbruchs der Newcastle-Krankheit verboten. Das Verbot umfasst nicht nur Märkte und Schauen, sondern auch Wettbewerbe – kurzum alles, was mit unseren gefiederten Freunden zu tun hat. Die Gesundheitsbehörden haben Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet, um die Ausbreitung dieser gefährlichen Tierseuche einzudämmen.

In diesem Jahr wurden bereits 21 Ausbrüche der Newcastle-Krankheit in Brandenburg registriert. Das ist kein Pappenstiel! Der letzte größere Ausbruch in Deutschland liegt mehr als zwei Jahrzehnte zurück – 1996, als zehntausende Tiere getötet werden mussten. Man fragt sich, wie das Virus sich verbreitet. Übertragungswege sind unklar, aber mögliche Ursachen könnten in der Luft, kontaminierten Materialien oder an Schuhwerk und Kleidung anhaften.

Ein neues Kapitel der Seuchenkontrolle

Besonders dramatisch ist die Situation, seit dem ersten Ausbruch am 20. Februar 2026. Inzwischen wurden 47 Ausbrüche in gehaltenen Geflügelbeständen, wie Masthähnchen und Legehennen, amtlich bestätigt. Ein kreisweites Verbot zur Bekämpfung der Newcastle-Krankheit ist nun Realität – und das betrifft auch den Landkreis Potsdam-Mittelmark. Hier sind Veranstaltungen, die Geflügel und andere Vögel betreffen, rigoros untersagt. Diese Maßnahmen sind nicht nur zur Sicherheit der Tiere, sondern auch für die Geflügelhalter von großer Bedeutung, die sich mit erheblichen Belastungen konfrontiert sehen.

Ein bisschen Licht am Ende des Tunnels gibt es mit der Impfpflicht, die für alle Geflügelhaltungen gilt. Egal ob große oder kleine Bestände – jeder muss seine Impfungen überprüfen und gegebenenfalls auffrischen. Das ist wichtig, denn die Newcastle-Krankheit ist nicht zu unterschätzen. Sie tritt vor allem bei Hühnern und Puten auf und wird auch als „atypische Geflügelpest“ bezeichnet. Die Viren, die derzeit kursieren, haben einen speziellen Genotyp, der vor allem in Osteuropa verbreitet ist.

Die Bedeutung von Biosicherheitsmaßnahmen

Mit der aktuellen Gefährdungslage ist es unerlässlich, dass Geflügelhalter ihre Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen. Das bedeutet: Auf den Kontakt von Personen achten, die mit den Tieren zu tun haben, und den Austausch von Gegenständen minimieren. Es ist nicht nur für die Tiere selbst wichtig, sondern auch für die gesamte Branche. Ein Blick auf die Tierbestände kann helfen, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Unklare Todesfälle oder Leistungseinbrüche sollten unbedingt durch Laboruntersuchungen auf Newcastle-Krankheit untersucht werden.

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Ehrlich gesagt, die Lage ist angespannt. Die Geflügelhalter, Vereine und Züchter stehen vor einer großen Herausforderung. Es wird um Verständnis und Mithilfe gebeten. Wenn man bedenkt, dass fast alle Vogelarten infiziert werden können, ist es an der Zeit, die Alarmglocken läuten zu lassen. Die Newcastle-Krankheit ist ein Thema, das nicht nur die Landwirtschaft betrifft, sondern auch den Konsumenten. Schließlich ist unser Geflügel nicht nur ein wichtiger Teil der heimischen Wirtschaft, sondern auch ein Stück unserer Kultur, das wir nicht verlieren wollen.