Im beschaulichen Woldegk, wo die Zeit manchmal stillzustehen scheint, tut sich gerade etwas ganz Spannendes. Der Awo-Kreisverband Mecklenburg-Strelitz hat beschlossen, ein neues Hortgebäude im Ziegeleiweg zu errichten. Und das ist nicht einfach irgendein Bau, sondern ein ganzes Gebäude, das aus 28 vorab nummerierten Modulen besteht. Diese wurden in Parchim abmontiert und mit einem Kran passgenau aufgestellt. Man kann sich das wie ein großes Tetris-Spiel vorstellen – nur, dass die Module schon vorgefertigt sind und nur noch an ihren Platz gesetzt werden müssen!

Die Module stehen in Woldegk jeweils 14 Stück nebeneinander und bieten so eine Gesamtfläche von 504 Quadratmetern. Das Ganze ist etwa 42 Meter lang und rund 12 Meter breit. Die Räume sind hell und freundlich gestaltet, einige Wände sind an den Längsseiten offen, um große Bereiche zu schaffen, die für Hausaufgaben, Entspannung oder kreative Aktivitäten genutzt werden können. Auch die sanitären Einrichtungen sind bereits vorinstalliert, sodass alles reibungslos funktioniert. Ein Elektrofachbetrieb kümmert sich um die Elektrik, während Trink-, Schmutz- und Regenwasserinstallationen ebenfalls Teil des Plans sind.

Ein Hort für die Zukunft

Der Bedarf an Hortplätzen in Woldegk ist unübersehbar. Aktuell gibt es 66 Plätze, die schon bald nicht mehr ausreichen werden. Die Prognosen zeigen: Zum Schuljahr 2029/2030 werden voraussichtlich 155 Grundschulkinder einen Hortplatz benötigen. Ein Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter unterstützt diesen Trend und gewährt einen Rechtsanspruch auf einen Platz. Die Stadtvertreter von Woldegk haben dem Projekt bereits zugestimmt, und jetzt kann es endlich losgehen!

Bevor die ersten Kinder die neuen Räume betreten, werden sie gründlich gereinigt und eventuell frisch gestrichen. Dabei arbeiten verschiedene Gewerke Hand in Hand – Elektriker, Sanitärfachleute und Baufachleute – um sicherzustellen, dass alles perfekt ist. Und auch für die kalte Jahreszeit ist vorgesorgt: Elektroheizöfen werden installiert, sodass die Kids es schön warm haben.

Modulbau – eine zukunftsweisende Lösung

Die Entscheidung für die Modulbauweise ist mehr als nur ein pragmatischer Schritt. Dieser Bauansatz bietet eine bemerkenswerte Flexibilität, besonders wenn man bedenkt, wie schnell sich die Schülerzahlen ändern können. Solche Gebäude sind nicht nur schnell errichtet, sondern auch kosteneffizient. Schließlich werden viele Komponenten vorgefertigt, was die Baukosten senkt und die Zeit bis zur Fertigstellung verkürzt. In Zeiten, in denen jede Minute zählt, ist das ein echter Vorteil! Zudem werden Modulbauten häufig aus recycelten Materialien hergestellt und sind energieeffizient – das schont die Umwelt und schont gleichzeitig das Budget.

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Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass diese Bauweise bereits in anderen Städten erfolgreich umgesetzt wurde. Beispielsweise gibt es in Berlin eine Kita aus Containermodulen, die mit hellen Spiel- und Lernräumen sowie einem großzügigen Außenbereich überzeugt. In Hamburg wurde die Modulbauweise genutzt, um schnell auf steigende Schülerzahlen zu reagieren. Man sieht also: Woldegk ist mit seinem neuen Hortgebäude auf dem richtigen Weg in eine zukunftsträchtige Bildungslandschaft.