Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich am Dienstag, den 19. Mai 2026, gegen 15 Uhr auf der A 20 bei Neubrandenburg, zwischen den Abfahrten Neubrandenburg Ost und Neubrandenburg Nord. Ein 43-jähriger Mann, der mit seinem Tesla von Stettin nach Lübeck unterwegs war, verlor aufgrund des Starkregens und Aquaplanings die Kontrolle über sein Fahrzeug. Die Folgen waren dramatisch: Der PKW überschlug sich mehrfach und kam schließlich neben der Fahrbahn zum Stillstand.

In dem Fahrzeug befand sich auch eine 70-jährige Beifahrerin, die sich als schwer verletzt erwies und von der Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit werden musste. Die Rettungsmaßnahmen waren umfangreich und umfassten die Freiwilligen Feuerwehren aus Brunn, Sadelkow, Roggenhagen, Neverin und Pragsdorf sowie die Berufsfeuerwehr Neubrandenburg. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, um schnellstmöglich Hilfe zu leisten.

Verkehrschaos und hohe Schäden

Die A 20 war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten für etwa zwei Stunden in Richtung Lübeck voll gesperrt. Eine nicht zu unterschätzende Verkehrsbehinderung, die viele Autofahrer in der Region auf die Probe stellte. Der wirtschaftliche Totalschaden des Unfallfahrzeugs wird auf etwa 81.000 Euro geschätzt – ein beträchtlicher Betrag, der die Gefahren des Straßenverkehrs in Erinnerung ruft.

Das Wetter hat in den letzten Tagen vielen Verkehrsteilnehmern zu schaffen gemacht. Auch auf der A52 kam es am Abend zu einem weiteren Unfall mit mehreren Fahrzeugen, was zeigt, dass Aquaplaning nicht nur ein Einzelfall ist. Der rechte Fahrstreifen der A52 war durch Starkregen komplett überflutet, und auch auf anderen Autobahnen, wie der A3 bei Dinslaken und der A57 bei Krefeld, häuften sich die Unfälle.

Tipps zur Vermeidung von Aquaplaning

Um solchen Gefahren vorzubeugen, gibt der ADAC einige praktische Tipps. Bei Starkregen sollte man das Fahrtempo deutlich unter 80 km/h reduzieren und das Abblendlicht einschalten. Außerdem empfiehlt es sich, die Scheibenwischer an die Regenmenge anzupassen und auf Spurrillen zu achten. Sollte man dennoch in eine Aquaplaning-Situation geraten, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und hektische Bewegungen zu vermeiden. Bremsen, Lenken oder Beschleunigen sind tabu – stattdessen sollte das Lenkrad gerade gehalten und in den Leerlauf geschaltet werden.

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Eine weitere essentielle Maßnahme ist die regelmäßige Überprüfung der Reifen. Reifen mit einer Profiltiefe von weniger als 3,5 mm sollten unbedingt ersetzt werden, da das Risiko für Aquaplaning steigt. Auch der Reifendruck sollte in Schach gehalten werden, denn sowohl zu niedriger als auch zu hoher Druck kann gefährlich werden. Und wenn man auf Autobahnen oder mehrspurigen Straßen fährt, ist die Gefahr von Aquaplaning besonders hoch.

Die Gefahren des Aquaplanings

Aquaplaning, auch als Wasserglätte bekannt, geschieht, wenn die Reifen auf einer nassen Straße das Wasser nicht mehr abführen können und somit der Kontakt zur Fahrbahn verloren geht. Diese gefährliche Situation kann in Senken, Unterführungen oder Kurven schnell entstehen. Es ist wichtig, sich der Warnsignale bewusst zu sein: Verkehrsschilder, die auf erhöhte Rutschgefahr hinweisen, oder das Spritzwasser von vorausfahrenden Fahrzeugen können Indikatoren sein, dass man vorsichtiger fahren sollte.

Der Unfall auf der A 20 sollte uns alle daran erinnern, dass wir unsere Geschwindigkeit den Wetterverhältnissen anpassen müssen. Verantwortung im Straßenverkehr ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Frage der Sicherheit für uns selbst und andere.