In der malerischen Region des Landkreises Ludwigslust-Parchim wird derzeit ein Trend gefeiert, der nicht nur die Geschmacksnerven anregt, sondern auch die Herzen der Menschen berührt. Der Tekoha Bio-Matekaffee, ein ganz besonderes Getränk, hat sich zum Star der lokalen Szene entwickelt. Hergestellt aus gerösteten Mateblättern, die von kleinen Bio-Familienbetrieben in Paraguay stammen, bringt dieser Kaffee nicht nur ein Stück südamerikanische Kultur nach Deutschland, sondern setzt auch auf Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen.
Die Gründerinnen Jenny Dietel vom Lebenshof Birkenkamp und Leonie Tessenow aus Pinnow haben auf der Grünen Woche in Berlin für viel Begeisterung gesorgt. Während Dietel ihren Lebenshof am Stand der Biosphärenreservate präsentierte, stellte Tessenow ihren Tekoha Bio-Matekaffee vor. „Die Wirkung des Matekaffees ist langsamer und länger anhaltend im Vergleich zu herkömmlichem Kaffee“, beschreibt Tessenow begeistert. Ally Brandt, die die Messe mit Dietel besuchte, hebt die gesundheitlichen Vorteile des Matekaffees hervor. Besonders Menschen mit Histaminunverträglichkeit, wie sie, profitieren von diesem sanften Genuss.
Ein Geschmack, der verbindet
Der Name Tekoha kommt aus der Guarani-Sprache und bedeutet „Wo das Ich beheimatet ist“. Diese Verbindung zu den Wurzeln ist für Tessenow von großer Bedeutung. Auf ihrem Hof in Bresegard bei Picher wird der Matekaffee vertrieben, und dort wird auch Wert auf regionale, nachhaltig produzierte Produkte gelegt. Das Hofcafé hat an Wochenenden geöffnet und lädt die Besucher ein, sich mit leckeren Erzeugnissen zu stärken.
Mit seiner säurearmen Beschaffenheit und dem Gehalt an Antioxidantien, Zink, Magnesium und Vitaminen ist Matekaffee nicht nur ein Genuss, sondern auch ein gesundes Getränk. Die steigende Nachfrage nach Bio-Mate-Tee in Europa zeigt, dass immer mehr Menschen auf der Suche nach natürlichen Alternativen sind. Der Trend zur Bioqualität spiegelt sich auch im Matekaffee wider, der aus gerösteten Blättern der Stechpalme, auch bekannt als Yerba Mate, hergestellt wird.
Ein Blick auf den Anbau
Der Anbau von Bio-Mate-Tee erfolgt ohne Pestizide und Unkrautvernichter, was für viele Verbraucher ein entscheidendes Kriterium darstellt. Die Pflanzen gedeihen unter idealen Bedingungen in Höhenlagen über 400 Metern, wo die Temperaturen über 25°C und die hohe Luftfeuchtigkeit optimale Wachstumsbedingungen bieten. Die traditionelle Zubereitung mit Kalebasse und Bombilla ist in Südamerika weit verbreitet und wird auch hierzulande immer beliebter.
Der Tekoha Bio-Matekaffee ist mehr als nur ein Getränk; er steht für eine Philosophie, die Genuss und Verantwortung verbindet. In Ludwigslust wird nicht nur der Geschmack, sondern auch das Bewusstsein für nachhaltige Produktion und regionale Produkte gefördert. Wer also auf der Suche nach einem neuen Geschmackserlebnis ist, sollte unbedingt beim Hof Birkenkamp vorbeischauen und einen Schluck des einzigartigen Matekaffees probieren.