Der Duft von frischem Kaffee lag in der Luft, als am 6. Mai 2026 die erste Fördermittelmesse im Ludwigsluster DeveLUP ihre Türen öffnete. Ursprünglich für 150 Personen konzipiert, sprengte die Veranstaltung mit über 400 Anmeldungen alle Erwartungen. Wer hätte gedacht, dass so viele Menschen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und Umgebung, darunter Bürgermeister, Vereinsvorsitzende, Künstler, Feuerwehrleute und Gemeindevertreter, den Weg zu dieser Informationsplattform finden würden? Das gemeinsame Interesse? Informationen zu Förderprogrammen und der Antragstellung – ein Thema, das viele bewegt.
Veranstaltet wurde die Messe von drei Gruppen des Leader-Förderprogrammes, die sich zusammengetan haben, um die Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen. Landrat Stefan Sternberg war ebenfalls vor Ort und verdeutlichte die Notwendigkeit, die Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen. Mit einem aktuellen Bundesprogramm stehen im Landkreis satte 44 Millionen Euro für Schulbauprojekte zur Verfügung. Da muss man einfach mit einem Lächeln in die Zukunft blicken! Sternberg forderte alle Anwesenden auf, die kommenden 4 bis 5 Jahre aktiv zu gestalten.
Messe voller Möglichkeiten
Die Messe bot nicht nur großen Institutionen, sondern auch kleinen Vereinen Zugang zu entscheidenden Informationen. Über 30 Anbieter präsentierten ihre Dienstleistungen und Programme, wodurch ein hoher Beratungsbedarf sichtbar wurde. Das war auch der Grund, warum die Veranstaltung nicht nur als Erfolg, sondern vielmehr als notwendige Maßnahme angesehen wird, um die geplanten Projekte in die Tat umzusetzen. Die Unsicherheit über die Erfolgschancen der zukünftigen Anträge schwebte jedoch wie ein Schatten über den Köpfen der Teilnehmer.
Der Rahmen der Messe war klar gesteckt: Sie fand von 16:00 bis 20:00 Uhr statt und bot eine Vielzahl von Informationsständen zu aktuellen Förderprogrammen. Neben individuellen Beratungsmöglichkeiten gab es auch Kurzvorträge zu ausgewählten Programmen und deren Rahmenbedingungen. Wer sich für Engagement, Kultur, Jugend, Sport oder ländliche Entwicklung interessiert, der war hier genau richtig. Und das Beste? Der Eintritt war kostenfrei!
Ein Blick auf die ländliche Entwicklung
Die Förderung zur Entwicklung ländlicher Regionen ist ein bundesweites Anliegen. Alle Bundesländer außer Brandenburg, Schleswig-Holstein und Thüringen nutzen Mittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) zur Kofinanzierung. Ziel ist es, regionale strategisch-planerische Grundlagen für die ländliche Entwicklung zu schaffen. Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) stehen dabei im Fokus. Diese Konzepte sollen nicht nur den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum erhalten, sondern auch weiterentwickeln. Dabei werden relevante Akteure, wie Gemeinden, Behörden und Bürger, aktiv einbezogen.
Die Chancen stehen also gut für alle, die sich in ihrem Umfeld engagieren und etwas bewegen möchten. Die Ausarbeitung von Konzepten könnte bis zu 75% der Kosten gefördert werden – eine verlockende Perspektive! Vor allem die kleinen Gemeinden und regionalen Akteure werden durch diese Möglichkeiten gestärkt. Doch wie bei jedem Vorhaben bleibt die Frage, ob die Anträge auch tatsächlich erfolgreich sein werden.
Die Fördermittelmesse war ein erster Schritt in die richtige Richtung, um das Potenzial der Region zu entfalten. In einer Welt, in der jeder Euro zählt, sind solche Initiativen Gold wert. Es bleibt abzuwarten, wie die Teilnehmer die gewonnenen Informationen umsetzen und welche Projekte in den kommenden Jahren tatsächlich realisiert werden. Die Aufbruchsstimmung ist spürbar, und das ist doch schon mal ein Anfang!