Die Vorfreude liegt in der Luft! Am Samstag um 16.00 Uhr ist es endlich soweit: Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern starten in Neubrandenburg mit einem Konzert der NDR Radiophilharmonie und dem Armida Streichquartett. Die Eröffnung verspricht, ein echtes Highlight zu werden! Und das ist erst der Anfang, denn die Sommersaison erstreckt sich bis zum 12. September, was uns mit rund 120 Konzerten und Veranstaltungen an mehr als 90 Spielorten in ganz Mecklenburg-Vorpommern ordentlich verwöhnt.

Die Festspiele gehören zu den größten Klassik-Festivals in Deutschland, was sie zu einem besonderen Erlebnis für Musikliebhaber macht. Die Vielfalt des Programms ist beeindruckend: Neben klassischer Musik gibt es auch Jazz, Retro-Swing und ein Kleinkunstfestival zu erleben. Ein ganz besonderes Schmankerl ist das Open-Air-Konzert der Chanson-Sängerin Annett Louisan. Man kann sich also auf eine bunte Palette an Klängen und Emotionen freuen!

Ein ehrgeiziges Ziel

Intendantin Ursula Haselböck hat sich für dieses Jahr ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: 70.000 verkaufte Tickets! Letztes Jahr waren es immerhin schon 65.000. Es ist ein bisschen wie ein Wettlauf gegen die Zeit, denn obgleich das Festival mehr Menschen erreicht als je zuvor, geben diese pro Person weniger Geld aus. Eine Herausforderung, die durch die schwierige Lage bei der öffentlichen Unterstützung und den privaten Sponsorengeldern noch verstärkt wird. Immerhin machen die Ticketverkäufe mehr als die Hälfte des Budgets aus – kein Pappenstiel!

Die Spielstätten sind so vielfältig wie die Musik selbst: Scheunen, Kirchen und historische Parkanlagen bieten den perfekten Rahmen für die Konzerte. Traditionell ist das Open-Air-Konzert auf Schloss Bothmer am 23. August ein Highlight, das viele nicht verpassen wollen. Das Schloss, 2015 sorgfältig renoviert, strahlt eine stilvolle Atmosphäre aus – einfach traumhaft für ein Konzert!

Ein abwechslungsreiches Programm

Die diesjährige Saison bietet noch mehr: María Dueñas, die erst 22-jährige Geigerin aus Granada, wird Max Bruchs erstes Violinkonzert spielen. Das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert wird Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ in der berühmten Ravel-Interpretation zum Besten geben. Und dann gibt es noch das Klavierduo Lucas und Arthur Jussen, das am 27. August in der Konzertkirche Neubrandenburg auftritt. Sie zaubern mit Werken von Rachmaninow, Schumann, Mozart und Fazıl Say ein musikalisches Feuerwerk auf die Bühne!

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Daniel Müller-Schott, der Cellist mit über 100 Auftritten bei den Festspielen, wird am 30. August Dvořáks Cellokonzert mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko spielen. Diese Kombination aus exquisitem Talent und großartiger Orchesterbegleitung verspricht musikalische Höhenflüge, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Umrahmt wird das Konzert von Griegs erster Peer-Gynt-Suite und Rimski-Korsakows „Scheherazade“ – das klingt nach einem Fest für die Sinne!

Ja, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sind nicht nur ein Fest der Musik, sondern auch ein Ort der Begegnung und der Freude. Jedes Jahr aufs Neue verwandeln sie die Landschaft und die Herzen der Menschen. Wenn die ersten Klänge erklingen und die Sonne über den historischen Kulissen scheint, dann fühlt man sich einfach lebendig und glücklich.