Heute ist der 4.05.2026 und hier in Heringsdorf spürt man die Vorfreude auf die kommende Sommersaison. Die frische Brise, die über die Küste weht, bringt den salzigen Duft des Meeres mit sich. Usedom, die Sonneninsel, hat in den letzten Jahren einen großen Schritt in Richtung einer einheitlichen Kurabgabe gemacht. Seit 2023 zahlen Urlauber nur einmal täglich ihre Kurabgabe – ein echter Fortschritt, oder? Zuvor mussten sie in den verschiedenen Orten oft mehrfach zur Kasse bitten, was die Urlaubsfreude erheblich trüben konnte. Die Anerkennung als Tourismusregion wurde 2023 von Verkehrsminister Reinhard Meyer feierlich an 22 Gemeinden und zwei Städte überreicht. Ursprünglich waren nur die Seebäder wie Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz und Co. dabei. Aber die Liste wächst!
Insgesamt erheben 13 Orte auf der Insel mittlerweile eine Kurabgabe, und es ist ein stetiger Trend zu erkennen. Neu dabei sind Wolgast, Sauzin, Krummin und Rankwitz. Und sogar Peenemünde plant ab 2027 mitzumischen. Eine interessante Wendung gibt’s auch aus Kamminke zu berichten, die sich 2025 aus der Kurabgabe zurückgezogen haben, weil sich das Ganze für sie nicht rechnete. Aber wenn man sich die Vorteile der UsedomCard anschaut, könnte das für viele Gemeinden ein Anreiz sein, die Kurabgabe zu erheben. Die Karte, die seit April 2025 auch die Nutzung von Regionalzügen umfasst, sorgt für eine unkomplizierte Mobilität auf der Insel.
Die UsedomCard und ihre Vorteile
Ab dem 1. Januar 2025 erhalten Übernachtungsgäste in Wolgast, Krummin und Sauzin die UsedomCard direkt von ihren Gastgebern. Was die Sache noch spannender macht: Die Karte wird auf den Namen der abgabepflichtigen Person ausgestellt und ist nicht übertragbar – also kein Schummeln! Tagesgäste müssen sich ihre Karte selbst besorgen, entweder in der Stadtinformation Wolgast oder im technischen Rathaus. Das klingt irgendwie nach dem guten alten Prinzip „Selber machen“, oder?
Die Preise für die UsedomCard variieren je nach Saison und bieten dazu noch verschiedene Mobilitätsangebote. Für die Einheimischen gibt es sogar eine kostenlose Jahreskurkarte, die sie in den Kurverwaltungen oder Rathäusern beantragen können. Das ist doch mal ein schöner Anreiz, das Auto stehen zu lassen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Der Ilse-Rufbus in den Kaiserbädern ist seit 2023 sogar kostenlos mit der UsedomCard – ein weiterer Pluspunkt, um den Autoverkehr zu reduzieren. Apropos Verkehr: Der Ortsbus in den Kaiserbädern hat seit 2018 den Autoverkehr um etwa 200.000 Autos jährlich verringert. Das klingt doch nach einer gelungenen Maßnahme!
Verkehrsprobleme und künftige Lösungen
Natürlich gibt es auch Herausforderungen, insbesondere wenn es um den Verkehr geht. Baustellen sorgen hier für die eine oder andere Stauung, und die Bahnverbindungen müssen dringend ausgebaut werden, um die Taktung zu erhöhen. Eine Diskussion über Lösungen für die Verkehrsprobleme in Zirchow wird am 5. Mai stattfinden – vielleicht gibt es dort ja Ideen, die das Verkehrschaos endlich in den Griff bekommen. Kleinere Gemeinden haben oft Schwierigkeiten mit der Umsetzung der Kurabgabe, da die Einnahmen nicht ausreichen. Es bleibt also spannend, wie sich die Lage entwickeln wird.
Die UsedomCard, die mittlerweile in mehreren Orten auch als Bahnticket gilt, könnte einiges bewegen. Es ist nicht nur ein Mittel zur Bezahlung der Kurabgabe, sondern auch ein Schlüssel zur Erschließung von Mobilitätsangeboten auf der gesamten Insel. Die UBB-Chefin hat bereits von steigenden Fahrgastzahlen berichtet. Und während Wolgast die kostenlosen Busfahrten eingestellt hat, weil die Gäste lieber die Bahn nutzen, bleibt abzuwarten, wie sich die Mobilitätslandschaft auf Usedom weiterentwickeln wird. Die Zukunft der Insel scheint vielversprechend, und die Vorfreude auf die Sommermonate ist spürbar – die ersten Sonnenstrahlen stehen bereits in den Startlöchern!