Heute ist der 25.05.2026 und alle Augen sind auf den Mordprozess um den kleinen Fabian aus Güstrow gerichtet. Ein Prozess, der nicht nur die Gemüter bewegt, sondern auch die Herzen zerreißt. Der Fall hat eine dramatische Wendung genommen, als die Leiche des achtjährigen Jungen im Oktober 2025 unter tragischen Umständen entdeckt wurde. Fabians Oma, die im Gerichtssaal in einem etwas unkonventionellen Bier-T-Shirt auftrat, machte deutlich, dass sie sich mit dem Tod ihres Enkels einfach nicht auseinandersetzen will. Ein verständliches Gefühl, das viele von uns nachempfinden können.
Die Details, die während des Prozesses ans Licht kamen, sind kaum zu ertragen. Eine Polizistin beschrieb die Auffindesituation von Fabians Leiche, die in einem Tümpel bei Klein Upahl lag. Sie war stark verbrannt, mit wenigen erkennbaren Textilien und einem Schuh. Das Bild, das sie malte, war so verstörend, dass Fabians Mutter, Dorina L., den Gerichtssaal weinend verlassen musste. Ihre Anwältin Christine Habetha war an ihrer Seite, als sie in Tränen ausbrach. Im Nachhinein erklärte Dorina, dass die Schilderungen Bilder in ihrem Kopf auslösten, die sie nicht ertragen konnte. Es ist kaum vorstellbar, wie es sich anfühlen muss, in solch einer Situation zu sein.
Der Verlauf des Prozesses
Der Mordprozess gegen die Hauptverdächtige, Gina H., läuft seit dem 28. April 2026. Sie steht im Verdacht, Fabian unter einem Vorwand aus seiner Wohnung gelockt und ihn mit einem Messer getötet zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll Gina H. nach dem grausamen Akt die Leiche mit Brandbeschleuniger in Brand gesetzt haben, um die Spuren zu verwischen. Unvorstellbare Taten, die einen schaudern lassen. In der ersten Vernehmung bestätigte ein DNA-Test am 17. Oktober, dass es sich bei der gefundenen Kinderleiche tatsächlich um Fabian handelt. Der Gedanke daran, dass dieser kleine Junge, der am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung verschwunden war, so ums Leben kam, reißt einem das Herz auf.
Die Polizistin, die die Auffindesituation schilderte, beschrieb den Leichnam als stark verändert, sodass er nicht anhand eines Fotos erkannt werden konnte. Sie berichtete, dass der Leichnam auf dem Rücken lag, die Beine in Richtung eines Tümpels gestreckt, und sie ihn „wie eine Puppe“ wahrnahm. Diese Worte hallen im Gerichtssaal wider und treffen die Anwesenden wie ein Schlag. Fabians Mutter, die nach einer kurzen Pause gegen 15:30 Uhr zurückkehrte, wird von Freunden begleitet, die ihr Halt geben. Für sie ist der Gedanke an ihren Sohn und der Wunsch nach Gerechtigkeit eine treibende Kraft.
Ein tiefer Schmerz und der Wunsch nach Gerechtigkeit
Gina H. wird beschuldigt, Fabian im Oktober 2025 getötet zu haben. Sie ist die Ex-Freundin seines Vaters und wird seit Anfang November 2025 festgehalten. Bis zur Verurteilung gilt für sie die Unschuldsvermutung – ein juristischer Grundsatz, der in solch einem emotionalen Prozess oft kaum zu fassen ist. Dorina L. zieht Kraft aus der Unterstützung ihrer Freunde und dem unerschütterlichen Glauben, dass Gerechtigkeit für ihren Sohn geschehen muss.
Die kommenden Prozesstage werden zeigen, wie tief der Schmerz und die Trauer in der Gemeinde Güstrow sitzen und wie der Fall Fabian die Menschen berührt. Es ist nicht nur ein Prozess um einen Mord, sondern auch um das Gedenken an einen kleinen Jungen, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde. Die Fragen, die bleiben, sind schmerzhaft und lassen uns nicht los. Wie kann so etwas geschehen? Und was wird aus den Herzen der Menschen, die zurückbleiben?