Die Sonne strahlt über den Tierpark Wolgast, wo sich die Kattas in der Frühlingswärme tummeln. Diese kleinen, quirligen Primaten sind bei den Besuchern überaus beliebt, ein echter Publikumsmagnet! Doch trotz der fröhlichen Gesichter gibt es im Hintergrund ernste Herausforderungen. Der Tierpark sieht sich steigenden Kosten für Futtermittel und Personal gegenüber und kämpft ums Überleben. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen dem Erhalt der Tiere und den finanziellen Mitteln. Der Haushalt für 2026 ist zwar gesichert, aber die Aussichten für 2027 sind eher düster.
Eine gute Nachricht kommt aus dem Bürgerfonds des Landes: Es gibt eine Förderzusage von 50.000 Euro, die projektgebunden ist. Diese Mittel fließen in die Umgestaltung der Teichanlage, was nicht nur den Park attraktiver machen soll, sondern auch die Teilnahme am Erhaltungszuchtprogramm für Tafelenten ermöglicht. Das klingt doch vielversprechend, oder? Die Umgestaltung könnte frischen Wind in den Tierpark bringen und neue Besucher anlocken.
Besuch aus Swinemünde
Vor kurzem besuchte eine Delegation aus Swinemünde den Tierpark und zeigte sich begeistert von den mehrsprachigen Angeboten und der Zooschule. Tatsächlich haben bereits 300 polnische Schüler den Park besucht, und weitere Besuche sind in Planung. Ein schöner Austausch, der die kulturellen Brücken zwischen den Ländern stärkt! Landrat Michael Sack (CDU) hat zudem angekündigt, sich um eine bessere Verkehrsanbindung durch die Usedomer Bäderbahn zu kümmern. Momentan ist der Park wegen Bauarbeiten an der Ortsumgehung nur schwer mit dem Auto zu erreichen – das ist ja nicht ideal.
Die Situation ist komplex. Laut einer Finanzierungsvereinbarung, die bereits 2021 unterzeichnet wurde, ist der Tierparkverein verpflichtet, jährliche Nachweise über die Verwendung der Zuschüsse zu erbringen. Die Verwaltung hat die haushaltsrechtlichen Unterlagen zwar eingesehen, konnte aufgrund personeller Engpässe jedoch keine vertiefende Prüfung durchführen. Dennoch legt der Tierparkverein regelmäßig monatliche Nachweise über die Besucherzahlen und Eintrittseinnahmen vor. Ein positives Zeichen, das auf eine erfreuliche Entwicklung hindeutet!
Die Zukunft im Blick
Die geplante 4. Finanzierungsvereinbarung für 2025 bis 2027 sieht Zuschüsse in Höhe von 110.000 € für 2025, 112.750 € für 2026 und 115.568,75 € für 2027 vor. Allerdings gibt es noch keine langfristige Zusage über die Jahre hinaus. Eine Neuverhandlung über die Höhe des jährlichen Zuschusses soll sechs Monate vor Ablauf der Vereinbarung erfolgen. Es wird spannend zu sehen, wie sich die finanzielle Situation entwickeln wird! Unter bestimmten Bedingungen könnte ein zusätzlicher Zuschuss von bis zu 20.000 € gewährt werden. Hierbei müssen einige Kriterien erfüllt sein, wie der vollständige Abruf des allgemeinen Zuschusses und die Nachweise zur Unabwendbarkeit eines weiteren Zuschusses. Das ist schon eine ziemliche Challenge.
Im größeren Kontext spielt auch die Stiftung Artenschutz eine wichtige Rolle. Sie wurde 2001 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, existenziell gefährdete Tierarten und deren Lebensräume zu schützen. Mit dem Amphibienfonds fördert die Stiftung weltweit Schutzprojekte für bedrohte Arten, was wunderbar zu den Bemühungen des Tierparks passt. Der Schutz von Arten und die Öffentlichkeitsarbeit sind entscheidend, um ein Bewusstsein für die Tierwelt zu schaffen.
So bleibt der Tierpark Wolgast ein Ort, an dem nicht nur Tiere leben, sondern auch ein Stückchen Hoffnung für die Zukunft von bedrohten Arten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden, aber die Begeisterung der Besucher und die Unterstützung aus der Region lassen auf Positives hoffen.