Es war ein denkwürdiger Tag im Greifswalder Volksstadion, als der FC Hansa Rostock am 25. Mai 2026 seinen zwölften Sieg im Fußball-Landespokal von Mecklenburg-Vorpommern feierte. Mit einem klaren 3:0 triumphierten die Rostocker über den SV Pastow, und die 2.813 Zuschauer erlebten ein Spektakel, das in die Geschichtsbücher eingehen wird. Die Tore fielen durch Lukas Kunze in der 17. Minute, Emil Holten nach der Halbzeitpause und Maximilian Krauß, der sich als Toptorjäger der Mannschaft präsentierte, in der 58. Minute.
Der SV Pastow, der im Vorjahr noch mit einem 0:7 gegen Hansa verloren hatte, zeigte sich deutlich verbessert. Es gab einige vielversprechende Chancen, doch die Rostocker behielten die Kontrolle über das Spiel. Trainer Daniel Brinkmann bezeichnete den Sieg als „letztendlich souverän“, was die Stimmung bei den Fans nur noch mehr anheizte. Besonders bewegend war der Moment, als die Hansa-Profis beim Aufwärmen schwarze T-Shirts mit der Aufschrift „In tiefer Trauer um Moritz“ trugen. Moritz war ein treuer Hansa-Fan, der tragischerweise beim letzten Saisonspiel verunglückte und seinen Verletzungen erlag. Ein Banner mit der Botschaft „Ruhe in Frieden, Moritz“ wurde ebenfalls von den Fans aufgehängt – ein emotionaler Akt des Gedenkens, der den Tag noch bedeutsamer machte.
Ein Schritt Richtung DFB-Pokal
Der Pokalsieg sichert Hansa Rostock nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch die Qualifikation für die erste Runde im DFB-Pokal 2026/27. Die Auslosung findet am 6. Juni statt, und die Spiele sind für den Zeitraum zwischen dem 21. und 24. August angesetzt. Die Vorfreude im Rostocker Lager ist spürbar, schließlich ist der DFB-Pokal eine Bühne, die jeder Spieler einmal betreten möchte.
Die Freude am Sport wurde durch die Spielerabgänge, die am Tag nach dem Pokalsieg bekanntgegeben wurden, etwas getrübt. Torhüter Benjamin Uphoff und Max Hagemoser, sowie die Feldspieler Christian Kinsombi, Adrien Lebeau, Viktor Bergh und Nico Neidhart verlassen den Verein. Ein Umbruch steht bevor, und die Frage ist, wie sich die Mannschaft weiterentwickeln wird. Aber das ist Zukunftsmusik – heute feiern die Fans und die Mannschaft erst einmal den Pokalsieg.
Landespokal-Gewinner aus Norddeutschland
Hansa Rostock war nicht allein in ihrem Triumph: Auch andere norddeutsche Vereine konnten ihre Landespokale gewinnen. HEBC triumphierte im Hamburger Pokal mit 5:1 über den SC Vorwärts Wacker 04, Phönix Lübeck setzte sich im Schleswig-Holstein-Pokal gegen SV Todesfelde mit 4:1 durch, und der Lüneburger SK Hansa holte sich den Niedersachsen-Pokal im Elfmeterschießen gegen TuS Bersenbrück. Diese Erfolge zeigen, wie stark der Fußball in dieser Region ist und dass die Fans auch in Zukunft mit spannenden Spielen rechnen können.
Die Atmosphäre im Volksstadion war elektrisierend, die Gesänge der Fans hallten durch die Luft, und es war klar, dass der Fußball hier lebendig ist. Der Pokalsieg des FC Hansa Rostock hat nicht nur den Verein geehrt, sondern auch das gesamte Umfeld in eine euphorische Stimmung versetzt. Ein Tag, der für viele unvergesslich bleiben wird, voller Emotionen und Erinnerungen an einen verstorbenen Freund. Ein Sieg, der mehr bedeutet als nur drei Punkte – es ist ein Zeichen der Gemeinschaft, des Zusammenhalts und der Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison.