In Greifswald, wo der Wind oft die Wellen des Greifswalder Boddens streichelt, gibt es derzeit eine Welle der Unterstützung für Bedürftige. Die Volksbank Vorpommern hat sich entschieden, etwas Gutes zu tun und spendet die Einnahmen aus Parkplätzen – ganz konkret satte 20.000 Euro an zehn Tafeln in der Region. Diese großzügige Zuwendung kommt zu einem besonders kritischen Zeitpunkt, denn die Zahl der Bedürftigen, insbesondere Rentner und Alleinerziehende, hat stark zugenommen. Es ist schon ein bisschen bedrückend, dass in Greifswald bei den Tafeln aktuell ein Aufnahmestopp herrscht. Das zeigt, wie dringend Hilfe benötigt wird.
Die Spenden fließen in die Standorte in Stralsund, Rügen und Usedom, wo man sich ebenfalls mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert sieht. Dort rationieren bereits einige Tafeln die ausgegebenen Mengen, um den Anstieg der Hilfsbedürftigen gerecht zu werden. Alexandra Bauer vom Landesverband der Tafeln bringt es auf den Punkt: Es braucht mehr Unterstützung für die Ehrenamtlichen, die unermüdlich Lebensmittel retten und an Menschen in Not verteilen. Außerdem wird eine stärkere politische Wertschätzung für diese wichtige Arbeit gefordert, so wie ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung. Das ist ein Punkt, der uns alle angeht. Schließlich ist es einfach nicht okay, dass so viel Essen weggeworfen wird, während andere hungrig bleiben.
Die Arbeit der Tafeln
Tafeln finanzieren ihre Arbeit in erster Linie durch gespendete Lebensmittel und finanzielle Zuwendungen. Ohne die tatkräftige Hilfe von Ehrenamtlichen wäre all das nicht möglich. Diese Helfer sammeln Lebensmittel von Geschäften, sortieren sie und bereiten alles für die Ausgabe vor – ein wahrer Kraftakt! Die Tafeln brauchen Geld für laufende Kosten wie Miete, Fahrzeuge und Versicherungen, denn auch die besten Absichten haben ihren Preis. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch Spenden von Privatpersonen und Unternehmen, staatliche Gelder werden nur selten für die alltägliche Arbeit zur Verfügung gestellt.
Das DZI-Siegel, das die Tafel Deutschland seit 2010 trägt, steht für Transparenz und Verantwortung. Spendenbescheinigungen können für Geld- und Lebensmittelspenden ausgestellt werden. Das gibt den Spendern ein gutes Gefühl, dass ihr Beitrag auch wirklich ankommt. Übrigens, wer gerne selbst etwas beitragen möchte, kann das ganz einfach tun. Es gibt ein Spendenkonto von Tafel Deutschland e.V., das man nutzen kann – die Kontodaten sind leicht zu finden.
Ein Blick über die Grenzen
Die Idee der Tafeln ist nicht nur in Deutschland verbreitet. Ein Blick nach Österreich zeigt, dass die Tafel Österreich 1999 gegründet wurde und mittlerweile ein wichtiger Akteur im Bereich der Armutsbekämpfung ist. Dort werden Lebensmittel in Zusammenarbeit mit anerkannten Sozialeinrichtungen verteilt. Die Tafel Österreich hat in den letzten Jahren die Zahl ihrer Unterstützer und Empfänger stetig erhöht. Im Jahr 2022 wurden dort 896 Tonnen Lebensmittel gerettet und an 28.000 Menschen ausgegeben – das ist eine beeindruckende Bilanz!
Soziale Märkte und weitere Organisationen wie das Rote Kreuz bieten in Österreich ebenfalls Unterstützung, indem sie verbilligte oder kostenlose Lebensmittel für Menschen mit geringem Einkommen bereitstellen. Auch dort müssen die Empfänger oft einen Einkommensnachweis erbringen. Es ist bemerkenswert, wie viele Menschen und Organisationen sich für die Bekämpfung von Armut und Lebensmittelverschwendung einsetzen – sei es in Deutschland oder Österreich. Es scheint, als würde die Idee der Tafeln immer mehr Menschen erreichen und zum Handeln anregen. Und das ist doch eine ermutigende Entwicklung, nicht wahr?