Die Erdbeersaison in Mecklenburg-Vorpommern steht vor der Tür, und das, obwohl die Temperaturen noch recht kühl sind. Der Geschäftsführer des Obst- und Gemüseanbauerverbands, Rolf Hornig, berichtet optimistisch über die aktuellen Gegebenheiten. Während die Ernte in den Gewächshäusern bereits begonnen hat, erwarten die Landwirte den Start der Ernte im geschützten Freilandanbau bis Ende dieser Woche. Dies geschieht in begehbaren Tunneln unter Folie, die den Pflanzen einen optimalen Schutz bieten.
Besonders erfreulich ist, dass die niedrigen Wintertemperaturen keine negativen Auswirkungen auf die Erdbeerernte haben. Im Gegenteil: Der Schnee hat sich als schützende Decke für die Pflanzen erwiesen und sorgt dafür, dass die Erdbeeren trotz der starken Tag-Nacht-Schwankungen gut gedeihen können. Im Jahr 2025 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 325 Hektar Freilandanbaufläche und 170 Hektar geschützter Anbau für Erdbeeren verzeichnet.
Optimistische Ernteprognosen
Die Ernteerwartungen sind vielversprechend. Laut den Prognosen wird in diesem Jahr ein Ertrag von 162 Dezitonnen pro Hektar im Freiland erwartet, was eine Steigerung um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Während die Anbaufläche für Erdbeeren insgesamt knapp 700 Hektar beträgt, sind 325 Hektar für die Ernte im Freiland vorgesehen, was einen kleinen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auf weiteren 200 Hektar befinden sich Erdbeerpflanzen, die erst im kommenden Jahr geerntet werden können.
Ein positiver Aspekt ist, dass im geschützten Anbau die Erträge noch höher ausfallen könnten. Hier wird mit einem Ertrag von 197 Dezitonnen pro Hektar gerechnet, was im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls eine deutliche Steigerung darstellt. Die ersten geernteten Erdbeeren der Saison sind ab Anfang Mai zu erwarten und versprechen fruchtige Freude für die kommenden Wochen.
Ein Blick in die Zukunft
Blickt man über die Erdbeerernte hinaus, ist auch der Spargelanbau in Mecklenburg-Vorpommern von Interesse. Die Anbaufläche bleibt nahezu konstant bei etwa 172 Hektar, jedoch zeigt der vorläufige Durchschnittsertrag mit 42,3 Dezitonnen pro Hektar einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die endgültigen Ergebnisse für die Spargel- und Erdbeerernte werden voraussichtlich zu Jahresbeginn 2026 vorliegen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Erdbeersaison trotz kühler Temperaturen in vollem Gange ist und die Landwirte optimistisch in die kommenden Wochen blicken. Mit einer höheren Erdbeerernte in Aussicht, während im Bund eine geringere Ernte prognostiziert wird, scheint Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr besonders gut aufgestellt zu sein.