In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Beliebtheit von E-Zigaretten und Vapes unter Jugendlichen immer mehr zu. Das ist nicht nur eine Modeerscheinung, sondern ein besorgniserregender Trend, der zum Nachdenken anregt. Anlässlich des Weltnichtrauchertags hat die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (Lakost) ihre Bedenken geäußert. Besonders die Geschäftsführerin Birgit Grämke macht sich Sorgen, dass viele Jugendliche Vapes als Lifestyle-Produkt betrachten, ohne sich der gesundheitlichen Risiken wirklich bewusst zu sein. Das ist schon ein bisschen alarmierend, oder? Die Hemmschwelle zum Konsum sinkt, selbst wenn das Wissen um die Gefahren oft nicht mithält.
Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2024 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 135.200 Menschen wegen Tabakabhängigkeit oder verwandten Problemen medizinisch behandelt. Wenn man bedenkt, dass der Konsum klassischer Zigaretten in den letzten Jahren zurückgeht, könnte man meinen, es gibt einen Fortschritt. Doch stattdessen greifen immer mehr Jugendliche zu E-Zigaretten. Das finden auch Experten wie Justin Onyechi von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) besorgniserregend. Er warnt davor, dass der Dampf von E-Zigaretten trotz weniger Schadstoffe alles andere als unbedenklich ist. Langzeitstudien fehlen, und das macht die Einschätzung der Risiken – besonders des Krebsrisikos durch den langfristigen Konsum – umso schwieriger.
Die Gefahren des Vapens
Was viele nicht wissen: Vapen wird oft als harmlos wahrgenommen, ist jedoch alles andere als ungefährlich. Die gesundheitlichen Risiken können aus Nikotin und anderen Inhaltsstoffen resultieren. Nikotinfreie Liquids sind ebenfalls nicht ohne Gefahr. Beim Erhitzen können sogar krebserzeugende Substanzen wie Formaldehyd entstehen. Das klingt fast schon wie ein Wissenschaftsprojekt, bei dem man nicht ganz sicher ist, was am Ende herauskommt. Und das Suchtpotenzial ist hoch – ein einziger Zug kann die Nikotinkonzentration im Gehirn innerhalb von nur 27 Sekunden auf 50 % des Maximums anheben. Das ist schneller, als man „Oh mein Gott“ sagen kann!
Ein Blick auf die aktuellen Trends zeigt, dass E-Zigaretten bei Jugendlichen beliebter sind als traditionelle Zigaretten. Laut einem Bericht der WHO haben 20 % der 15-Jährigen in letzter Zeit E-Zigaretten konsumiert. Und die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verringern sich: Mädchen und Jungen ziehen gleich. Bei den 13-Jährigen haben 16 % bereits eine E-Zigarette ausprobiert, während nur 11 % einmal eine Zigarette geraucht haben. Das ist schon eine spannende Entwicklung, aber auch Grund zur Sorge. Der Konsum von Cannabis nimmt hingegen leicht ab, was man fast schon als positive Nachricht werten kann.
Wichtige Schritte zur Prävention
<pJetzt wird es Zeit, über Lösungen nachzudenken. Die WHO empfiehlt gezielte Präventionsstrategien, um den Substanzkonsum bei Jugendlichen einzudämmen. Dazu gehören unter anderem höhere Verbrauchsteuern, Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Nikotin- und Tabakerzeugnissen sowie ein Verbot von Aromastoffen in E-Zigaretten. Werbung und Verkaufsförderung in sozialen Medien sollten ebenfalls auf den Prüfstand. Dr. Hans Henri P. Kluge von der WHO betont die Bedrohung, die der Substanzkonsum für die öffentliche Gesundheit darstellt. Das sollte uns alle aufrütteln!
Am Montag wird im Einkaufszentrum Elisenpark in Greifswald ein Beratungs- und Aufklärungstermin von der Universitätsmedizin Greifswald veranstaltet. Eine großartige Gelegenheit, um mehr über die Risiken von E-Zigaretten und Vapes zu erfahren und sich beraten zu lassen. Denn nur durch Aufklärung und Information können wir verhindern, dass immer mehr Jugendliche in diese gefährlichen Gewässer eintauchen. Es bleibt zu hoffen, dass die Jugendlichen sich ihrer Entscheidungen bewusst werden und die richtigen Schritte in Richtung einer gesunden Zukunft gehen.