Am 1. Juni 2026, einem Abend, der gemütlich in die Sommernacht überging, kam es in Stralsund zu einem Vorfall, der viele in der Region aufschreckte. Gegen 20:40 Uhr betrat ein junger Mann die „Strelapark Tank“-Tankstelle. Zunächst schien er ganz harmlos, als wollte er nur Zigaretten kaufen. Doch dann geschah etwas, das die Mitarbeiterin und alle, die von dem Vorfall erfuhren, in den Schock versetzte.
Der Täter zog plötzlich einen waffenähnlichen Gegenstand aus seiner Jackentasche und richtete ihn auf die ahnungslose Angestellte. „Gib mir das Geld!“, forderte er sie auf, und die 55-Jährige, sichtlich verängstigt, kam dem Wunsch nach und übergab eine noch nicht genau bezifferbare Geldsumme. Nach dieser brachialen Unterbrechung flüchtete der Täter fußläufig in Richtung Strelapark.
Die schnelle Reaktion der Polizei
Die Polizei ließ nicht lange auf sich warten. Beamte des Polizeihauptreviers Stralsund und des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizeiinspektion Anklam begaben sich sofort in die Nahbereichsfahndung. Kurze Zeit später, im Heinrich-Heine-Ring, konnten sie den Flüchtigen vorläufig festnehmen. Es handelte sich um einen 17-jährigen Deutschen aus Stralsund. Man könnte sagen, die Geschichte hätte an dieser Stelle ein gutes Ende gefunden, wäre da nicht der waffenähnliche Gegenstand gewesen, der sich als Softair-Waffe entpuppte.
Die Mitarbeiterin der Tankstelle erlitt durch die traumatische Situation einen Schock und wurde vor Ort medizinisch erstversorgt. Der junge Mann befindet sich nun im polizeilichen Gewahrsam, während die Staatsanwaltschaft Stralsund über die weitere Vorgehensweise entscheiden wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Mitarbeiterin bald wieder zu ihrem normalen Leben zurückfindet.
Ein weiterer Vorfall in der Region
Ebenso am 1. Juni 2026 wurde eine 13-jährige Jugendliche aus Röbel, die seit diesem Tag vermisst war, wohlbehalten angetroffen, was zumindest ein kleiner Lichtblick in den Geschehnissen war. Die Fahndungsmaßnahmen wurden daraufhin eingestellt. In einer Region, in der solche Vorfälle die Ausnahme sind, bleibt die Bevölkerung besorgt. Die Dunkelheit der Nacht kann dabei manchmal bedrohlich wirken – ein Gefühl, das viele anscheinend teilen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) von 2025 ist die Gewaltkriminalität zwar leicht gesunken, doch die Sorgen bleiben.
So berichtete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt im April 2026 von einem Rückgang der registrierten Straftaten um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch ist dieser Rückgang kein Grund zur Entwarnung. Laut Dobrindt sind viele Menschen weiterhin besorgt über die Sicherheit, insbesondere in der Dunkelheit oder an öffentlichen Orten. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Anteil tatverdächtiger Kinder in den letzten Jahren gestiegen ist, was zusätzlich zu einem Gefühl von Unsicherheit beitragen kann.
Die 45 Prozent der Menschen, die sich nachts im ÖPNV unsicher fühlen, sind ein deutliches Zeichen dafür, dass es noch viel zu tun gibt. Die Polizei hat verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Hierzu gehört auch die Verkehrskampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“, die auf berauschende Mittel und Zweiradfahrer fokussiert ist. Ob solche Initiativen ausreichen werden, um die Ängste der Bevölkerung zu lindern, bleibt abzuwarten.