Im malerischen Binz, Rügens größtem Ostseebad, nimmt ein ehrgeiziges Projekt Formen an, das das Wohnen im Alter revolutionieren könnte. Bereits seit fast fünf Jahren laufen die Planungen für die „Golden Age Residenz“, eine seniorengerechte Wohnanlage, die eine völlig neue Form des betreuten Wohnens bieten soll. Burkhard Scheven stellte kürzlich die Pläne vor dem Bauausschuss vor und verspricht, dass dieses Modell eine kostengünstigere Alternative zu herkömmlichen Pflegeheimen darstellt, die häufig vor finanziellen Herausforderungen stehen.

Das geplante Bauvorhaben wird auf einem ehemaligen Parkplatz des MZO-Geländes entstehen und umfasst eine Fläche von 7000 Quadratmetern. Mit einer Investitionssumme von 36 Millionen Euro sollen insgesamt 100 Wohneinheiten realisiert werden, die all jenen ein neues Zuhause bieten können, die selbstständig leben möchten, jedoch Unterstützung im Alltag benötigen. Dies stellt einen klaren Bezug zu den Überlegungen des Seniorenbeirates dar, der bezahlbaren Wohnraum fordert, wie auch pflege.de ergänzt.

Ein neuartiges Wohnkonzept

In der „Golden Age Residenz“ wird es keine klassische Pflegeheimstruktur geben, sondern ein Modell des betreuten Wohnens, das Selbstbestimmung in den Vordergrund stellt. Die geplanten 100 Einheiten sollen aus 40 Einraumwohnungen (28-35 m²) und 60 Zweiraumwohnungen (47-65 m²) bestehen. Alle Wohnungen sind rollstuhlgerecht, verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse und sind somit ideal für Senioren, die Wert auf eigenständiges Leben legen. Ein Gemeinschaftsraum im Souterrain, der für verschiedene Aktivitäten genutzt werden kann, sowie eine Bibliothek mit Kamin sollen die soziale Interaktion fördern.

Ein besonderes Merkmal dieses Modells ist die Präsenz von Hausmeistern und einem Concierge, die nicht nur für die technische Betreuung verantwortlich sind, sondern auch als Anlaufstelle für soziale Aktivitäten und Dienstleistungen fungieren. Dies steht im Einklang mit dem Trend zum Betreuten Wohnen, das immer mehr an Bedeutung gewinnt. Laut pflegemarkt.com sind in Deutschland bereits über 8.193 betreute Wohnanlagen mit 334.578 Wohnungen für Pflegebedürftige vorhanden, was zeigt, wie wichtig diese Wohnform in der Gesellschaft geworden ist.

Kosteneffizienz im Fokus

Ein weiterer Aspekt, der in der Diskussion um die „Golden Age Residenz“ auftaucht, sind die Kosten. Da die geplanten Mieten etwa 15 Prozent über dem örtlichen Mietpreisspiegel liegen, ist eine Servicepauschale von 150 bis 220 Euro für die Hausmeister- und Conciergeleistungen eingeplant. Laut Scheven wird sein Modell allerdings deutlich günstiger sein als die derzeitigen Preise für Pflegeheime, die bei durchschnittlich 100 Euro pro Quadratmeter liegen. Dies könnte insbesondere für Senioren von Bedeutung sein, die auf der Suche nach einer bezahlbaren und dennoch hochwertigen Wohnform sind.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Scheven sieht für die Zukunft der Pflegeheime eine zunehmende Konzentration auf spezialisierte Betreuung, insbesondere für Demenz- und Alzheimer-Patienten, aufgrund steigender Insolvenzen bestehender Einrichtungen. In diesem Kontext könnte die „Golden Age Residenz“ mit ihrer flexiblen Wohnform und gezielten Unterstützung eine attraktive Option für ältere Menschen bieten, die auf eine individuelle Lebensgestaltung Wert legen.

Mit dem Bauantrag, der bereits im Januar eingereicht wurde, stehen die ersten Schritte in Richtung Realisierung bevor. Der Baubeginn ist für den Sommer 2024 angesetzt, und die Vorfreude auf dieses zukunftsweisende Wohnprojekt in Binz wächst. Die „Golden Age Residenz“ könnte nicht nur ein attraktives Zuhause für Senioren bieten, sondern auch einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region leisten.