Heute ist der 28.05.2026. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Grund zur Freude, denn die wirtschaftlichen Zeichen stehen momentan günstig. Nach zwei schwierigen Jahren, in denen die Exporte rückläufig waren, hat das Bundesland 2025 wieder einen kräftigen Sprung nach vorn gemacht. Die Ausfuhren sind um über 20 Prozent auf stolze 11,1 Milliarden Euro gestiegen – da kann man schon mal einen kleinen Freudentanz wagen!

Der Hauptgrund für diesen Aufschwung? Der Verkauf des Kreuzfahrtschiffs Disney Adventure, das in Wismar gebaut wurde und im Herbst 2025 an die Bahamas ausgeliefert wurde. Dieses Prachtexemplar hat schätzungsweise 1,4 Milliarden Euro in die Kassen gespült und macht damit rund 13 Prozent des gesamten Exports Mecklenburg-Vorpommerns aus. Wer hätte gedacht, dass ein Schiff so viel Schwung in die heimische Wirtschaft bringen kann? Die Bahamas sind nun vorübergehend der größte Außenhandelspartner des Bundeslandes, was ein Plus von über 1 Prozent zur Folge hatte. Ein Hoch auf die maritime Industrie!

Ein Blick auf die Zahlen

Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es auch Schattenseiten. Mecklenburg-Vorpommern bleibt in der bundesweiten Exportstatistik auf dem letzten Platz. Von Januar bis Juli 2024 wurden nur 5,341 Milliarden Euro exportiert. Das entspricht gerade einmal 0,7 Prozent des gesamten deutschen Exportvolumens und ist ein Rückgang um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein wenig frustrierend, wenn man bedenkt, dass das Bundesland 2023 bereits einen Rückgang von 0,7 Prozent verzeichnete. Die Industrie- und Handelskammern beschreiben die Situation als „ohne Dynamik“. Hier ist noch viel Luft nach oben!

Die wichtigsten Exportländer bleiben die EU-Partner, insbesondere die Niederlande und Polen. Ein kleiner Wermutstropfen: Exporte in die USA sanken um 16 Prozent, während der Handel mit Russland bei 70 Millionen Euro stagnierte, aber immerhin um 30 Prozent im Vergleich zu 2024 wuchs. Die Ernährungsbranche hat es hingegen schwer, die Exporte von Weizen, Roggen und Kartoffeln gingen um knapp 7 Prozent zurück. Da muss man sich schon ein bisschen wundern, wo die ganzen Kartoffeln geblieben sind…

Herausforderungen und Chancen

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Importe, die um 8 Prozent auf rund 9,7 Milliarden Euro gestiegen sind. Die US-Zoll-Androhungen im Grönlandstreit betreffen jedoch einige Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, was die Unsicherheit erhöht. Und was ist mit den Fachkräften? Ein erheblicher Mangel – 15.284 qualifizierte Arbeitskräfte fehlten im Jahresdurchschnitt 2023/2024. Das ist fast die Hälfte der offenen Stellen! Das wird langsam zur Herausforderung, die nicht nur die Wirtschaft betrifft, sondern auch die Lebensqualität in der Region.

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Die maritime Industrie sieht sich zudem mit Herausforderungen bei ihrem Image und der Infrastruktur konfrontiert, insbesondere was die Anbindung der Häfen angeht. Der Tourismus leidet ebenfalls unter der allgemeinen Wirtschaftslage und kurzfristigen Buchungen. Man könnte fast meinen, die Geister der vergangenen Jahre spuken hier noch immer umher. Es gibt viel zu tun, um Mecklenburg-Vorpommern wieder auf die Beine zu bringen und international wettbewerbsfähiger zu machen. Vielleicht könnte eine Stärkung der beruflichen Bildung und ein Ausbau der Betreuungsangebote helfen, um die Situation zu verbessern.

Es bleibt also spannend, wie sich die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern weiter entwickeln wird. Die letzten Arbeiten am Ausrüstungskai des Disney Adventure stehen an, und es wird erwartet, dass das Schiff Ende des Jahres in Südostasien unterwegs sein wird. Vielleicht bringt es die nötige Inspiration, um – ganz im Sinne des Schiffs – neue Höhen zu erreichen. Wir bleiben dran!