In den letzten Monaten hat sich in der Region um Anklam einiges getan. Jenny Meinhof hat mit ihrem Hofladen in Sophienhof bei Loitz ein neues Kapitel aufgeschlagen und bringt frische Produkte direkt vom Feld auf die Teller der Menschen in der Umgebung. Ihr Engagement ist Teil eines größeren Trends, der darauf abzielt, die ländlichen Regionen zu stärken und die Lebensqualität vor Ort zu erhöhen.

Ein weiteres Highlight ist das kürzlich umgesetzte Tourenbuch für das östliche Vorpommern. Dieses Projekt ist eines der zahlreichen Vorhaben der lokalen Aktionsgruppe (LAG) Flusslandschaft Peenetal, die sich für die Förderung regionaler Entwicklung stark macht. Doch nicht alle Projekte laufen reibungslos: Die Badestelle in Loitz hat zwar einen Förderbescheid erhalten, aber 20 weitere Vorhabenträger warten noch auf die Genehmigung ihrer Förderanträge durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (StALU). Regionalmanager Thomas Sigusch berichtet von langen Wartezeiten, die oft durch unzureichende Antragsunterlagen und Nachforderungen des StALU verursacht werden. Es bleibt abzuwarten, wie diese Herausforderungen gemeistert werden können.

Warten auf Genehmigungen und neue Ideen

Ein großes Problem sind die Preissteigerungen, die dazu führen, dass Kostenvoranschläge für Bauvorhaben neu eingeholt werden müssen. Dies ist besonders frustrierend für Projekte, die bis Ende Juni 2028 abgerechnet sein müssen. Zu den weiteren Projekten, die in der Warteschlange stehen, zählen Umbauarbeiten am Schloss Ducherow, eine Kaffeerösterei in Preetzen und Sanierungsarbeiten in der Jugendherberge Murchin. Trotz dieser Hürden ruft die LAG zur Einreichung neuer Projektideen für die Umsetzung ab 2027 auf.

Die fokussierten Handlungsfelder sind vielfältig: Umwelt und Natur, Kultur und Bildung sowie die regionale Wirtschaftsentwicklung stehen im Vordergrund. Gemeinden, lokale und regionale Vereine, Verbände und Institutionen in ländlichen Regionen sind aufgerufen, ihre Ideen bis zum 31. Juli 2026 beim Regionalmanagement der LAG „Flusslandschaft Peenetal“ in Anklam einzureichen. Dies bietet eine wertvolle Gelegenheit, neue Impulse für die Region zu setzen.

LEADER und EIP Agri: EU-Initiativen für ländliche Entwicklung

Im Hintergrund stehen auch die EU-Instrumente LEADER und EIP Agri, die auf die Unterstützung innovativer Projekte in ländlichen Regionen abzielen. Die LEADER-Programme ermöglichen es lokalen Akteuren, gemeinsam Aktionsgruppen (LAG) zu bilden und regionale Entwicklungskonzepte zu erarbeiten. Diese Konzepte helfen dabei, Schwächen, Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten in der Region zu identifizieren. Seit 2023 fließen 14% der ELER-Mittel in Deutschland in LEADER-Projekte, was über dem EU-Mindestplafond von 5% liegt.

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EIP Agri, die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktion und Nachhaltigkeit“, fördert die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Forschung und anderen Akteuren, um innovative Projekte zu realisieren. Deutschland war der erste EU-Mitgliedstaat, der diese Initiative umsetzte und legt den Fokus auf einen ressourceneffizienten, klimafreundlichen Agrar- und Forstsektor.

Diese Programme bieten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch einen Rahmen für den Wissensaustausch und den Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft. In diesem Kontext wird deutlich, dass die ländlichen Regionen in Norddeutschland vor großen Chancen stehen, wenn es darum geht, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.