Bauarbeiten im Bahnverkehr: Anklam steht vor Herausforderungen und Chancen
Heute ist der 12.06.2026 und in Anklam steht eine große Umstellung für die Bahnreisenden bevor. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass ab dem 18. Juni 2026 bis zum 20. Juni 2026 zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr umfangreiche Bauarbeiten stattfinden. Die betroffenen Linien – RE3 und RE30 – werden während dieser Zeit nicht wie gewohnt verkehren. So mancher Pendler und Reisender wird sich umstellen müssen, denn die Züge fallen aus und es wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Für die, die regelmäßig zwischen Wilmersdorf (Angerm) und Angermünde oder Anklam und Angermünde pendeln, heißt es jetzt: gut planen! Der RE 3319, der um 21:10 Uhr ab Stralsund Hbf fährt, fällt am 18.06. zwischen Anklam und Angermünde aus. Aber keine Panik – es gibt Busse, die die Strecke übernehmen. Auch der RE 3318 um 20:35 Uhr ab Luckenwalde wird nicht wie gewohnt zwischen Angermünde und Wilmersdorf (Angerm) fahren. Am nächsten Tag wird es nicht besser; der RE 3300 um 04:30 Uhr ab Angermünde wird ebenfalls ausfallen. Und so geht es weiter – auch der RE 33587, der um 20:16 Uhr ab Stralsund Hbf startet, sowie der RE 33572 um 05:29 Uhr und der RE 33594 um 23:40 Uhr ab Angermünde sind betroffen. Man kann also sagen: eine kleine Reise in die Vergangenheit, als man noch auf die Pferdekutsche warten musste – nur dass die Busse nicht immer direkt an den Bahnhöfen halten!
Die Pünktlichkeit im Blick
Wenn wir über die Deutsche Bahn sprechen, fällt oft das Wort Pünktlichkeit. Im Jahr 2023 lag die Pünktlichkeit der Fernverkehrszüge bei nur 64 Prozent – ganz schön mau, muss man sagen! Im ersten Quartal 2023 konnten die DB Regio-Züge immerhin eine Pünktlichkeit von 92 bis 93 Prozent erreichen. Aber wie das so ist, die Ursachen für die Unpünktlichkeit sind vielseitig: Baustellen, Sanierungen, technische Störungen und leider auch immer wieder das ein oder andere defekte Fahrzeug. Und genau diesen Herausforderungen begegnet die Bahn mit einem Programm, das die Baubetroffenheit von Zügen bis 2027 um 30 Prozent reduzieren will. Wenn das klappt, wird’s für die Reisenden auf jeden Fall angenehmer.
Aktuelle Verkehrsmeldungen zeigen, dass nicht nur in unserem Norddeutschland Baustellen und Umleitungen die Bahnreisenden in Aufregung versetzen. Beispielsweise gibt es auf der Strecke Hamburg – Berlin und Hannover – Berlin ebenfalls Baustellen mit Umleitungen und Haltausfällen. Einzig in Regionen wie Baden-Württemberg oder Bayern bleibt es aktuell ruhig – kein Wunder, die haben ja auch ihre eigenen Baustellen, aber dazu später mehr.
Fahrgastrechte und Entschädigungen
Für alle, die vom Ausfall betroffen sind, gibt es auch Rechte: Bei einer Verspätung von mehr als 60 Minuten gibt es immerhin 25 Prozent Erstattung des Ticketpreises. Bei 120 Minuten sind es schon 50 Prozent! Und für die Geschäftsreisenden unter uns: Ab 20 Minuten Verspätung am Startbahnhof entfällt die Zugbindung. Das ist vielleicht ein kleiner Trost, wenn es einen mal wieder erwischt. Für die Besitzer von Zeitkarten gibt es auch Entschädigungen, die je nach Klasse variieren. Wer also regelmäßig mit der Bahn fährt, sollte die verschiedenen Regelungen im Hinterkopf behalten – schließlich kann das in stressigen Zeiten wie diesen den Geldbeutel entlasten.
Die aktuelle Situation bei der Deutschen Bahn ist also ein Mix aus Herausforderungen und Verbesserungen. Wo es Baustellen gibt, entstehen auch Chancen für die Zukunft. Wer weiß, vielleicht kommen wir bald in den Genuss eines reibungsloseren Zugverkehrs, wenn die Maßnahmen greifen und die Pünktlichkeit sich verbessert. Bis dahin heißt es: Augen auf und gut planen!
