Der FC St. Pauli hat mit Marcel Rapp einen neuen Trainer an Bord geholt. Der 47-Jährige folgt auf Alexander Blessin, der nach der Saison 2025/26 seinen Hut nehmen musste. Die Entscheidung für Rapp fiel nicht von heute auf morgen. Intern wurde viel diskutiert und die abgelaufene Spielzeit genau analysiert. Rapp, der bereits 2024 mit Holstein Kiel in die Bundesliga aufstieg, bringt wertvolle Erfahrung mit – vor allem auch die, wie man mit Rückschlägen umgeht. Schließlich wurde er 2025 nach einer durchwachsenen Saison entlassen, als Kiel auf Rang 14 stand. Das Abstiegsgespenst kennt er also bestens.
„Wir müssen die Realität der 2. Liga akzeptieren“, betont er unmissverständlich. Ein Gefühl, das bei vielen Vereinen nach dem Abstieg einsetzt: Die Gefahr, sich als Erstligist zu fühlen, während die harte Realität in der 2. Liga auf einen wartet. Rapp macht klar, dass Leidenschaft und eine engagierte Gemeinschaft im Team unerlässlich sind. Er hat bereits erste Gespräche mit Spielern geführt und plant, noch viele weitere. So entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, bevor die erste Trainingseinheit am 25. Juni an der Kollaustraße stattfindet.
Ein neuer Anfang
Die ersten Untersuchungen für die Mannschaft beginnen bereits am 21. Juni. Und am 11. Juli steht das erste Testspiel in Babelsberg auf dem Programm. Die Vorfreude auf die Saison ist spürbar, auch wenn der Start der Zweitliga-Saison erst für den Zeitraum vom 7. bis 9. August angesetzt ist. Währenddessen wird das Team in einem Trainingslager in Flachau, Österreich, vom 17. bis 25. Juli auf Herz und Nieren geprüft. Es geht darum, eine klare Spielidee zu entwickeln und Stabilität in die Mannschaft zu bringen.
Rapp wird als Trainer benötigt, der das Team nicht nur auf dem Platz, sondern auch menschlich zusammenhält. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga muss der Verein jetzt seine Kaderstruktur prüfen und sich auf einige Veränderungen einstellen – insbesondere in der Defensive. Gerüchte über mögliche Abgänge, wie etwa das Interesse des VfL Wolfsburg an Innenverteidiger Hauke Wahl, machen die Runde. Offizielle Bestätigungen stehen jedoch noch aus.
Schwierige Zeiten und neue Herausforderungen
Die 2. Bundesliga ist ein hartes Pflaster. Eng, körperlich intensiv und mit Gegnern, die alles geben, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. St. Pauli muss sich auf diese Herausforderungen einstellen und gleichzeitig eigene Ziele formulieren. Es wird kein einfacher Weg, aber die Vorfreude auf das, was kommt, ist da. Rapp bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch eine klare Vision mit. Er kennt die Herausforderungen des deutschen Profifußballs und hat ein Gespür für Talente.
Die kommenden Monate sind entscheidend. Eine sportliche Klarheit nach dem Abstieg ist das Ziel. Der FC St. Pauli hat die Weichen für einen Neuanfang gestellt, und mit Marcel Rapp an der Spitze hofft man, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen – zurück in die Erfolgsspur, auch wenn der direkte Wiederaufstieg in der 2. Bundesliga sicher nicht garantiert ist. Die Spieler stehen in den Startlöchern, und die Fans sind gespannt, wie sich die neue Ära unter Rapp entwickeln wird. Es bleibt also spannend in St. Pauli!