Heute ist der 11.06.2026 und der FC St. Pauli hat einen neuen Kapitän an Bord: Marcel Rapp. Mit 47 Jahren übernahm der gebürtige Pforzheimer die Zügel des Traditionsvereins, und die Fußballwelt schaut gespannt auf das, was kommen mag. Rapp, der am 16. April 1979 das Licht der Welt erblickte, hat einen langen Weg hinter sich – als Spieler und Trainer.

Seine Spielerkarriere führte ihn über diverse Stationen, darunter der SC Pfullendorf, wo er von 2002 bis 2007 aktiv war. Ein Jahr lang kickte er auch beim Karlsruher SC, und seine letzten Jahre verbrachte er bei den Stuttgarter Kickers und FC Nöttingen. Mit einer Größe von 178 cm war er vor allem als defensiver Mittelfeldspieler und Innenverteidiger gefragt. Rapp galt als unangenehmer Gegenspieler, der in Zweikämpfen stark war. So beschreibt ihn auch Eric Agyemang, sein ehemaliger Teamkollege aus der Zeit beim SC Pfullendorf, der von 2005 bis 2007 mit ihm auf dem Platz stand.

Ein alter Bekannter meldet sich zu Wort

Agyemang, der selbst 1999/2000 für ein Jahr beim FC St. Pauli spielte, erinnert sich gerne an die „tolle Zeit“ in der Regionalliga Süd zurück. Rapp war nicht nur ein hilfsbereiter Kollege, der Agyemang half, sich in Pfullendorf einzuleben – er war auch jemand, mit dem man durch dick und dünn gehen konnte. „Er war akribisch und bodenständig“, so Agyemang über Rapp, der mittlerweile seinen badischen Dialekt weitgehend abtrainiert hat, nachdem er in die Nähe von Kiel gezogen ist. Komisch, wie Dialekte uns manchmal die Kommunikation erschweren können! Agyemang hatte anfangs seine Mühe, Rapp zu verstehen.

Mit Rapp an der Seitenlinie hat der FC St. Pauli einen Trainer, der nicht nur anpacken kann, sondern auch die nötige Erfahrung mitbringt. Seine Trainerkarriere begann 2012 beim FC Nöttingen, und über die Jahre trainierte er verschiedene Jugendmannschaften der TSG 1899 Hoffenheim, bevor er 2021 Cheftrainer bei Holstein Kiel wurde. Dort feierte er einige Erfolge, darunter die Herbstmeisterschaft in der Saison 2023/24 und einen Platz im Aufstieg der Bundesliga am Ende dieser Saison. Agyemang verfolgt Rapps Karriere mit großem Interesse und wünscht ihm den gleichen Erfolg beim FC St. Pauli.

Ein neues Kapitel

Was erwartet uns also mit Rapp als Trainer? St. Pauli-Fans hoffen auf eine spannende Zeit. Die Vergangenheit zeigt, dass Rapp nicht nur das nötige Know-how hat, sondern auch ein Gespür für die richtige Mischung aus Härte und Teamgeist. Und das ist genau das, was der Verein braucht, um sich in der Liga zu behaupten.

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Die ersten Tage in St. Pauli werden für Rapp sicher eine Herausforderung, aber auch eine spannende Reise. Die Fans sind bereit, ihn mit offenen Armen zu empfangen. Wer weiß, vielleicht wird er eine Legende – wie viele vor ihm. Die Bude wird beben, wenn der Ball endlich wieder rollt!