Die U23 des FC St. Pauli hat gerade eine schwere Zeit durchgemacht. Nach einem spannenden 1:1-Unentschieden gegen den HSV-Nachwuchs wurde der Abstieg aus der Bundesliga besiegelt. Die Rückkehr in die Oberliga ist jetzt unumgänglich. In solchen Momenten, wo die Enttäuschung greifbar ist, kommt es oft auf die Führungsspieler an, die das Team wieder auf Kurs bringen können.
Ein solcher Spieler ist Luca Günther, der Kapitän der U23. Gerade hat der Verein seinen Vertrag mit ihm verlängert, und ehrlich gesagt, das ist eine gute Nachricht für alle, die mit dem FC St. Pauli verbunden sind. Günther äußerte sich erfreut über das Vertrauen, welches der Verein in ihn setzt. Er sieht sich in einer wichtigen Rolle: Orientierung und Hilfe für die jungen Spieler bieten und gemeinsam die Rückkehr in die Regionalliga feiern.
Die Entwicklung von Luca Günther
Luca Günther, geboren am 14. November 2001 in Hamburg, hat in seiner noch jungen Karriere bereits viel erreicht. Der 1,76 Meter große rechte Verteidiger kam 2017 vom VfB Lübeck zum FC St. Pauli und hat seither die Jugendmannschaften durchlaufen – von der U17 bis zur U19. Seit 2020/21 spielt er in der U23, hat bisher 114 Spiele in der Regionalliga absolviert und dabei 10 Tore erzielt und 13 Vorlagen gegeben. Diese Zahlen können sich sehen lassen!
In der aktuellen Saison war er jedoch durch Verletzungen etwas gehandicapt, kam auf 20 Einsätze, in denen er ein Tor und fünf Vorlagen beisteuerte. Der sportliche Leiter Carsten Rothenbach hebt hervor, wie sehr sich Günther zu einem echten Führungsspieler entwickelt hat. Seine Stabilität und das Verantwortungsbewusstsein für den Verein sind bemerkenswert.
Herausforderungen für U23-Teams
Doch es gibt auch größere Herausforderungen für U23-Teams in Deutschland. Die U23 des FC St. Pauli steht nicht alleine da – die Diskussion um die Rolle dieser Teams ist in vollem Gange. U23-Teams von Bundesligisten werden häufig kritisiert, weil sie der 3. Liga und Regionalliga schaden. Manchen Traditionsvereinen wird das als Wettbewerbsverzerrung und wirtschaftlicher Nachteil vorgeworfen. Das System, in dem Meistertitel in fünf Regionalligen und nur vier Aufstiegsplätze vergeben werden, wird als sportpolitischer Fehler angesehen.
Die Zuschauerzahlen sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache: Während Dynamo Dresden über 28.500 Fans anzieht, stehen U23-Teams wie Borussia Dortmund II oft nur vor 3.500 Zuschauern. Das ist nicht nur frustrierend für die Spieler, sondern auch für die Vereine, die sich mit einer leidenschaftlichen Fankultur identifizieren. Ein Vorschlag wäre eine eigene Reserveliga, um die Attraktivität und Fairness der unteren Ligen zu erhöhen.
In dieser schwierigen Zeit ist die Führung von Spielern wie Luca Günther entscheidend, um das Team zu motivieren und den Rückweg in die Regionalliga zu ebnen. Der FC St. Pauli hat mit ihm einen wichtigen Spieler an seiner Seite, der nicht nur sportliche Leistung bringt, sondern auch die jüngeren Talente an die Hand nimmt und ihnen zeigt, dass man aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgehen kann.