Die Fußball-Bundesliga ist wieder einmal in Aufruhr und das Abstiegsgespenst schwebt über dem Millerntor. Max Kruse, der nicht nur ein bekannter Spieler, sondern auch ein echter Insider beider Vereine ist, hat sich zu den aktuellen Herausforderungen des FC St. Pauli und des VfL Wolfsburg geäußert. Für den gebürtigen Hamburger war der FC St. Pauli der Ort, an dem seine Karriere richtig ins Rollen kam. Von 2009 bis 2012 trug er das Trikot der Kiezkicker, bevor er in der Saison 2015/16 und erneut 2022 für Wolfsburg auflief. Nun sieht er seine beiden Ex-Klubs in einem direkten Wettlauf um den Klassenerhalt.
Aktuell stehen die Zeichen für den FC St. Pauli nicht gerade günstig. Mit nur drei Punkten aus den letzten sieben Spielen hat die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin die Abstiegssorgen noch verstärkt. Die besorgniserregenden Offensiv-Statistiken zeigen, dass sie in verschiedenen Kategorien wie Tore und Schüsse aufs Tor auf den hinteren Plätzen rangieren. Kruse hat die jüngsten Leistungen von St. Pauli genau beobachtet und lässt keinen Zweifel daran, dass der Kader des VfL Wolfsburg qualitativ besser ist. Trotzdem hat dies in der laufenden Saison nicht viel geholfen, und Kruse erwartet das Team am Ende auf Platz 17, während St. Pauli zumindest auf dem Relegationsplatz landen könnte.
Der Kampf um den Klassenerhalt
Wolfsburg muss sich in den verbleibenden Spielen gegen den SC Freiburg und den FC Bayern München beweisen. Kruse warnt jedoch: Die Bayern, selbst wenn sie mit einer B-Elf antreten, sind stets ein gefährlicher Gegner. Das direkte Duell am letzten Spieltag zwischen St. Pauli und Wolfsburg könnte also entscheidend für das Schicksal beider Teams werden. St. Pauli hat immerhin die Möglichkeit, in den kommenden Spielen gegen Mainz und Leipzig noch wichtige Punkte zu sammeln. Kruse sieht einen Vorteil für St. Pauli in den zwei Heimspielen, die vor ihnen liegen.
Auf der anderen Seite hat Wolfsburg in den letzten Spielen unter Trainer Dieter Hecking nur einen Punkt aus zwei Partien geholt und sich defensiv von einer schlechten zu einer sehr schlechten Mannschaft entwickelt. Die Offensivwerte sind ebenfalls gesunken, was die Situation nicht besser macht. Im Gegensatz dazu hat der Hamburger SV, mit einem Abstand von sechs Punkten zu St. Pauli, die Abstiegssorgen etwas gemildert. Werder Bremen hat sich mit drei Siegen aus vier Spielen Luft verschafft und wird voraussichtlich den Klassenerhalt schaffen.
Max Kruses persönliche Sichtweise
Kruse selbst äußert, dass er kein Interesse daran hat, das entscheidende Spiel seiner beiden Ex-Vereine live im Stadion mitzuerleben. Seine Hamburger Herkunft und die Tatsache, dass er früher ein Fan des HSV war, beeinflussen seine Sichtweise auf die Situation nicht. Trotz seiner unglücklichen Abgänge aus Wolfsburg bleibt er dem Verein neutral gegenüber. Die Prognosen deuten darauf hin, dass St. Pauli mit einer Wahrscheinlichkeit von 49% den Klassenerhalt schaffen könnte, während Wolfsburg nur eine 11%ige Chance hat. Heidenheim scheint bereits abgeschlagen, mit einer 97%igen Wahrscheinlichkeit für den Abstieg.
Die kommenden Wochen werden entscheidend für die beiden Klubs sein, und die Fans dürfen gespannt sein, wie sich der Kampf um den Klassenerhalt entwickeln wird. Max Kruse bleibt ein aufmerksamer Beobachter und wird wie viele Fußballanhänger die Entwicklungen mit Interesse verfolgen.