Die Stimmung im Volksparkstadion könnte nicht gedrückter sein, nachdem der FC St. Pauli am vergangenen Spieltag eine herbe Niederlage hinnehmen musste. Mit 0:2 unterlag die Mannschaft dem 1. FC Heidenheim, der als Tabellenletzter der Bundesliga in die Partie ging. Diese Niederlage hat nicht nur die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter gedämpft, sondern auch den Rückstand auf den Relegationsplatz, den der VfL Wolfsburg belegt, auf einen Punkt geschrumpft. St. Pauli wird es zunehmend schwerer fallen, sich aus der Abstiegszone zu befreien.

Die Partie begann schon denkbar schlecht für die Kiezkicker, denn Heidenheim erzielte nach nur 150 Sekunden das schnellste Tor in der Vereinsgeschichte. Budu Siwsiwadse ließ die Fans der Heidenheimer jubeln und setzte damit den Ton für die restliche Begegnung. St. Pauli versuchte, den Schalter umzulegen, doch die Leistung der Mannschaft ließ zu wünschen übrig. Trainer Alexander Blessin war nach dem Spiel kritisch gegenüber seiner Mannschaft und äußerte: „Dieser schlechte Start macht etwas mit einer Mannschaft.“ Die Kiezkicker vermissten Kampf, Leidenschaft und vor allem die Energie, die in einem Abstiegskampf unerlässlich sind.

Ein müder Auftritt

Die Darbietung der Hamburger war durchzogen von Unsicherheiten. Trotz einiger guter Chancen durch Andréas Hountondji und Danel Sinani gelang es den St. Paulianern nicht, den Ausgleich zu erzielen. Abwehrspieler Hauke Wahl bezeichnete die Leistung als „beschissen“, während Kapitän Jackson Irvine von einer verpassten Gelegenheit sprach. Spielmacher Eric Smith stellte zudem in Frage, ob die Mannschaft mit dem Druck der Situation umgehen kann. Die Zahlen sprechen ebenfalls für sich: St. Pauli wartet seit Ende Februar auf einen Sieg und ist mittlerweile Tabellen-16.

Die Nürnberger Fans konnten sich hingegen über den fünften Liga-Sieg freuen, der ihnen frischen Wind im Abstiegskampf verleihen dürfte. Trainer Frank Schmidt betonte die Notwendigkeit des Erfolgs und ließ keinen Zweifel daran, dass Heidenheim diese Chance nutzen musste. Mit einem weiteren Tor in der 82. Minute durch Eren Dinkci sicherte sich die Mannschaft den Sieg und verkürzte den Rückstand auf St. Pauli auf vier Punkte.

Die nächsten Schritte

Die Situation für St. Pauli ist alles andere als rosig. Laut einer aktuellen Datenanalyse hat die Mannschaft schwache Offensiv-Statistiken und rangiert in verschiedenen Kategorien wie Tore, Schüsse aufs Tor und Expected Goals auf den Plätzen 17 oder 18. Auch die Defensive, obwohl besser als die Offensive, reicht nicht aus, um die Mängel im Angriff zu kompensieren. Am kommenden Sonntag (15:30 Uhr, DAZN) steht ein entscheidendes Abstiegs-Endspiel gegen Mainz an, bei dem Trainer Blessin die richtigen Spieler auswählen muss, um die drohende Relegation abzuwenden.

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Die Prognosen sind besorgniserregend: Laut Global Soccer Network (GSN) hat St. Pauli eine Wahrscheinlichkeit von 49 % für den Klassenerhalt, während die Chancen auf Relegation bei 35 % und die Abstiegschancen bei 16 % liegen. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, und die Fans dürfen gespannt sein, ob die Mannschaft die Wende schaffen kann.