In den letzten Wochen hat der FC St. Pauli eine turbulente Zeit durchlebt. Die Mannschaft, die sich im Abstiegskampf der Bundesliga befindet, muss nun auf zwei wichtige Spieler verzichten: Innenverteidiger Karol Mets und Rechtsverteidiger Manolis Saliakas. Beide fallen aufgrund struktureller muskulärer Verletzungen „bis auf Weiteres“ aus. Das ist ein herber Rückschlag für Trainer Alexander Blessin, der diese beiden Akteure in der entscheidenden Phase der Saison dringend benötigt. Saliakas war bereits beim letzten Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 verletzt, während Mets beim 1:2 gegen Mainz über 90 Minuten auf dem Platz stand. Das Team hat seit acht Spielen nicht gewonnen und ist auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht – die Situation ist angespannt und die Nervosität greifbar!

Zusätzlich muss St. Pauli auch auf Mathias Pereira Lage verzichten, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Ein Lichtblick, wenn man das so nennen kann: Eric Smith ist nach einer Verletzung in der linken Wade zurückgekehrt. Die nächsten Spiele, gegen RB Leipzig am 6. Mai und den VfL Wolfsburg am 16. Mai, stehen vor der Tür – und die Jungs müssen alles geben, um den Kopf über Wasser zu halten.

Ein Spiel mit gemischten Gefühlen

Am Samstag spielte St. Pauli gegen den VfL Wolfsburg und das endete mit einem 1:1-Unentschieden. Vor 28.917 Fans, in einem Stadion, das für viele leerer war, als es hätte sein sollen, zeigten die Kiezkicker eine starke erste Halbzeit. Sie gingen in der 38. Minute durch Siebe Van der Heyden in Führung, was die Menge zum Kochen brachte. Nach einer Ecke von Danel Sinani war es ein schöner Kopfball, der den Ball im Netz zappeln ließ. Leider konnte die Mannschaft die Führung nicht ausbauen und verteidigte in der Folge leidenschaftlich, aber diszipliniert.

Wolfsburg hatte vor der Pause kaum nennenswerte Chancen, aber das änderte sich in der zweiten Halbzeit. Ein Elfmeter, verursacht durch ein Foul im Strafraum, ließ die Gastgeber gleichziehen. Mohammed Amoura verwandelte sicher und der Punkt war gesichert. Hauke Wahl äußerte sich nach dem Spiel, dass ein Punkt in Wolfsburg in Ordnung sei, aber er hätte sich mehr gewünscht. Das Gefühl, ein bisschen mehr draufzupacken, schwebte in der Luft.

Die drückende Abstiegssituation

Die Gedanken der Spieler kreisen natürlich um den Abstiegskampf. Jackson Irvine und David Nemeth sprachen nach dem Spiel über die Dringlichkeit, in den verbleibenden Partien Punkte zu sammeln. Die Luft ist dünn, wenn man bedenkt, dass der FSV Mainz 05, der am vergangenen Wochenende gegen St. Pauli gewann, sich nun sicher in der Liga behaupten kann. Die Konkurrenz schläft nicht, und der Druck wächst.

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In der Bundesliga haben einige Mannschaften, wie Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV, den Klassenerhalt bereits gesichert, während andere, darunter Werder Bremen und der 1. FC Köln, noch zittern müssen. Wolfsburg belegt nun den Relegationsplatz – ein Platz, den St. Pauli unbedingt vermeiden möchte. Die Rückkehr in die zweite Liga wäre ein herber Schlag für den Verein und seine treue Anhängerschaft.

Die kommenden Spiele werden entscheiden, ob St. Pauli den Abstieg noch abwenden kann. Am Freitagabend geht es gegen die TSG Hoffenheim – ein weiterer Prüfstein, bei dem die Kicker alles in die Waagschale werfen müssen, um die letzten Hoffnungsschimmer am Leben zu halten. Der Kampf um den Klassenerhalt ist noch lange nicht vorbei und die Fans hoffen auf Wunder. Schließlich ist der Fußball ein Spiel voller Überraschungen!