Die letzten Wochen waren für den FC St. Pauli ein wahrer Balanceakt auf dem schmalen Grat zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Am vergangenen Wochenende ging es gegen RB Leipzig, und die Partie endete mit einer bitteren 1:2-Niederlage. Das Ergebnis drückt nicht nur die Laune der Fans, sondern hat auch die Abstiegssituation des Vereins weiter zugespitzt. St. Pauli bleibt damit auf dem vorletzten Platz und der Druck wächst. Trainer Alexander Blessin äußerte sich nach dem Spiel, dass er einen Punktgewinn für verdient hielt. Immerhin gab es positive Ansätze, die Hoffnung machen könnten – auch wenn diese bei vielen nicht so recht aufblühen wollen.
In der ersten Halbzeit war es ein Auf und Ab. Leipzig hatte zahlreiche Chancen, machte aber einige Fehler und ließ gute Möglichkeiten ungenutzt. St. Pauli konnte sich mit einer eigenen Chance, die an die Latte ging, durchaus sehen lassen. Aber irgendwie wollte das Runde nicht ins Eckige. Kurz vor der Halbzeit fiel dann das 1:0 für Leipzig durch Xaver Schlager, der nach einem Eckball zur Stelle war. Nach der Pause legte Willi Orban nach und erhöhte auf 2:0. St. Pauli konnte zwar durch Abdoulie Ceesay den Anschluss erzielen, doch der Ausgleich blieb aus. Jackson Irvine hatte in der Nachspielzeit die Möglichkeit, doch sein Schuss war nicht präzise genug. Ein Punkt wäre möglich gewesen, aber der Fußball ist oft grausam.
Abstiegskampf spitzt sich zu
Die Situation wird nicht einfacher, denn am letzten Spieltag wartet der VfL Wolfsburg auf St. Pauli. Ein Sieg könnte zur Relegation führen, jedoch hängt alles auch von den Ergebnissen des 1. FC Heidenheim ab. Heidenheim muss in den letzten beiden Spielen mindestens sechs Punkte holen, damit St. Pauli die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht endgültig aufgeben muss. Die gesamte Lage ist angespannt, und die Fans sind nervös. Der Abstiegskampf ist ein hartes Brot, und die schwachen Offensiv-Statistiken des Vereins unterstreichen die Bedenken. St. Pauli rangiert in verschiedenen Kategorien wie Tore und Schüsse aufs Tor auf den hinteren Rängen.
Wolfsburg, der direkte Konkurrent im Abstiegskampf, steht ebenfalls unter Druck. Nach einer weiteren Niederlage gegen Bayern München, wo sie mit 0:1 unterlagen, bleibt nur ein Punkt unter Trainer Dieter Hecking aus zwei Spielen. Die Defensive des VfL hat sich verschlechtert, die Werte in vielen Kategorien sind alles andere als erfreulich. Währenddessen hat der Hamburger SV einen kleinen Puffer von sechs Punkten auf St. Pauli und neun auf Wolfsburg. Werder Bremen hingegen hat sich mit drei Siegen aus vier Spielen Luft verschafft und wird voraussichtlich den Klassenerhalt schaffen.
Die Prognosen sind düster
Die Analyse zeigt: St. Pauli hat laut Prognose von Global Soccer Network eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Relegation, während Wolfsburg mit nur 11 % die Klasse halten könnte. Heidenheim scheint so gut wie verloren mit einer Abstiegschance von 97 %. Die Fans und Spieler müssen sich mental auf alles einstellen, denn es ist alles möglich – von der Relegation bis zum Abstieg. Der Druck ist groß, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wie es auch immer ausgehen mag, die letzten Spiele werden alles entscheiden. Das große Finale in der Liga steht bevor, und die Spannung ist greifbar.