Heute, am 5. Mai 2026, gibt es in St. Pauli viel zu besprechen – vor allem, wenn es um die Zukunft des FC St. Pauli geht. Ewald Lienen, eine prägende Figur des Vereins, ist zurück im Gespräch. Nach einem kurzen Rückblick auf seine Zeit als Trainer, von Dezember 2014 bis Ende der Saison 2016/17, wird klar, dass seine Verbindung zu den Kiezkickern immer noch stark ist. Lienen, der sich nach seinem Rücktritt im Sommer 2022 als Technischer Direktor und Klubrepräsentant engagierte, hat die Entwicklung des Vereins nicht aus den Augen verloren. Das zeigt sich auch in seinen jüngsten Äußerungen beim Podcast „Der Sechzehner“.

Nach der Niederlage gegen Mainz äußerte Lienen offene Kritik an der aktuellen Spielweise des FC St. Pauli. „Die erfolgreiche Spielkonstruktion, die uns zum Aufstieg führte, ist einfach nicht mehr da“, stellte er fest. Besonders auffällig: die Abwesenheit von Außenstürmern, die in seinen Augen das Spiel negativ beeinflussen. „Da geht einfach nichts mehr!“, könnte man seine Worte zusammenfassen. Er sieht ein großes Manko in der Unfähigkeit, vernünftige Konter, Seitenwechsel und Steilpässe zu spielen. Das ist natürlich ein starkes Stück für einen Verein, der immer für seine Offensive gelobt wurde.

Emotionale Verbundenheit und kritische Stimmen

Lienen lebt in Schloß Holte-Stukenbrock nahe Bielefeld, aber der Herzschlag seines Fußballs schlägt weiterhin für St. Pauli. Seine Zeit beim Verein beschreibt er als eine der schönsten Erfahrungen seines Lebens. Vielleicht ist es gerade dieses Gefühl, das ihn dazu bringt, die aktuelle Situation als chancenlos zu empfinden. Er hat die Entwicklung des Klubs und seiner Spieler stets mit einem kritischen, aber auch liebevollen Blick verfolgt. Besonders in den Fankreisen ist Lienen nach wie vor angesehen. Das zeigt, dass die Anhänger seine Einschätzungen schätzen, weil sie wissen, dass er die Mannschaft und den Verein immer noch im Herzen trägt.

Ein weiterer Punkt, den Lienen anspricht, ist die Situation von Andréas Hountondji, der derzeit in der Kritik steht. Er nimmt den Spieler in Schutz und verweist auf dessen Verletzung sowie die Positionierung im Spiel. „Ein Spieler kann nicht glänzen, wenn die gesamte Mannschaft nicht funktioniert“, könnte man seine Argumentation zusammenfassen. Das ist nur fair, denn im Fußball sind die Mechanismen oft komplexer, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Ein einzelner Spieler kann nicht die gesamte Verantwortung tragen, selbst wenn die Fans manchmal schnell mit dem Finger auf ihn zeigen.

Die Zukunft des FC St. Pauli

Die kritischen Stimmen um den FC St. Pauli sind laut, und es bleibt abzuwarten, wie der Verein auf diese Herausforderungen reagieren wird. Fans und Experten fragen sich, ob es an der Zeit ist, den Kurs zu überdenken. Die Frage bleibt: Wie kann der Verein zurück zu seiner alten Stärke finden? Ein Umdenken in der Spielweise könnte der erste Schritt in die richtige Richtung sein. Die Fans hoffen auf eine Rückkehr zu den Wurzeln, zu dem Spielstil, der den Verein einst so erfolgreich machte.

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In diesen bewegten Zeiten ist es wichtig, dass alle – von den Spielern über das Trainerteam bis hin zu den Fans – zusammenstehen. Ewald Lienen hat es vorgemacht: Die Liebe zu einem Verein bleibt auch nach der aktiven Zeit bestehen. Und vielleicht braucht es genau solche Stimmen, um den FC St. Pauli wieder auf die Spur zu bringen. Die Diskussionen werden weitergehen, und die Hoffnung bleibt, dass der Verein bald wieder im Glanz vergangener Tage erstrahlt. Die Unterstützung der Fans ist dabei ein unverzichtbarer Bestandteil auf diesem Weg.