Heute ist der 19.05.2026, und die Luft im Millerntorstadion ist noch immer von der Enttäuschung des letzten Spiels durchzogen. Der VfL Wolfsburg hat den FC St. Pauli mit einem klaren 3:1-Sieg in die 2. Liga befördert. Es war ein spannendes, aber für die Kiezkicker letztlich unglückliches Match, das vor ausverkauftem Haus stattfand – 29.546 Zuschauer waren gekommen, um das Drama live mitzuerleben.

Wolfsburg, das in dieser Saison mit 29 Punkten und einem Torverhältnis von -24 auf dem 16. Platz abgeschlossen hat, zeigte sich entschlossen. Die Tore von Konstantinos Koulierakis (37. Minute) und Dzenan Pejcinovic (80. Minute) sowie ein Eigentor von Nikola Vasilj (64. Minute) sorgten für die nötigen Treffer, um den Klassenerhalt zu sichern. St. Paulis Abdoulie Ceesay hatte zwar in der 57. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, doch die Hoffnungen auf eine Wende in diesem entscheidenden Spiel wurden spätestens mit dem verschossenen Handelfmeter von Christian Eriksen in der 77. Minute zunichtegemacht.

Wolfsburgs Weg zur Relegation

Der VfL Wolfsburg hat sich in dieser Saison durch einige Höhen und Tiefen gekämpft. Nach einem Trainerwechsel – Daniel Bauer musste nach einer Niederlage gegen Hamburg gehen – übernahm Dieter Hecking und brachte frischen Wind ins Team. Zuvor hatte Wolfsburg in den letzten drei Spielen eine ungeschlagene Serie hingelegt, nur um dann knapp gegen Bayern München zu verlieren. Am letzten Spieltag jedoch zeigten sie, dass sie bereit waren, alles für den Klassenerhalt zu geben.

Die Relegation steht nun vor der Tür, mit dem Hinspiel gegen SV Elversberg, Hannover 96 oder SC Paderborn am kommenden Donnerstag. Die Entscheidung wird dann am Montag darauf fallen – und die Fans können sich auf spannende Spiele um 20:30 Uhr auf Sat.1 und Sky freuen.

St. Paulis Abstiegsschmerz

Für St. Pauli verlief die Saison alles andere als gut. Mit 20 Niederlagen, darunter eine Sieglos-Serie von zehn Spielen, und nur 26 Punkten war der Absturz in die 2. Liga nicht zu verhindern. Das Team, das zu Beginn der Saison noch mit einem Sieg im Hamburger Derby glänzte, konnte die positive Energie nicht halten und erlebte eine schmerzhafte Phase mit neun aufeinanderfolgenden Niederlagen. Der Abstieg wurde schließlich am letzten Spieltag besiegelt, als sie gegen Wolfsburg verloren und die Hoffnung auf einen Verbleib in der Bundesliga endgültig erloschen war.

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Trainer Dieter Hecking war nach dem Spiel sichtlich betroffen und tröstete die Spieler, die sichtlich mit dem emotionalen Druck zu kämpfen hatten. Immerhin war der Kiezverein in dieser Saison nicht nur defensiv stark gestartet, sondern hatte auch einige Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Die Latte von Joel Fujita (22. Minute) und weitere Versuche, wie die von Connor Metcalfe (34. Minute), blieben ohne Erfolg und verdeutlichten das Pech, das das Team in dieser Saison verfolgt hat.

Das Stadion, ein Ort voller Erinnerungen und Emotionen, wird in der nächsten Saison wohl einige neue Gesichter sehen. St. Pauli wird versuchen, sich in der 2. Liga neu zu erfinden, während Wolfsburg sich darauf vorbereitet, im Relegationsspiel alles zu geben. Die nächsten Wochen sind entscheidend und werden zeigen, wer am Ende jubeln darf.