In Hamburg wird es spannend: Die neue U-Bahn-Linie 5 nimmt Formen an! Sechs Bauflächen wurden kürzlich festgelegt, um dieses ehrgeizige Projekt zu realisieren. Die ursprüngliche Idee, Flächen in der Alster und auf der Moorweide zu nutzen, wurde nach heftiger Diskussion verworfen. Stattdessen hat die Hochbahn am Montag alternative Flächen vorgeschlagen, die nun für die nächsten sechs bis sieben Jahre genutzt werden sollen. Hierbei handelt es sich um Areale, die für die Versorgung der Tunnelbohrmaschinen mit Beton-Vorprodukten benötigt werden. Das ausgegrabene Erdreich wird dabei wieder zurückgeführt.
Die festgelegten Baustellenflächen sind vielfältig und umfassen unter anderem den Mittelstreifen und ein bis zwei Fahrbahnen der Hamburger Straße, sowie die Freifläche zwischen Ferdinandstor und Kennedybrücke. Auch der Dom-Parkplatz an der Glacischaussee und zwei HSV-Parkplätze (Parkplatz Grau/Vorplatz Arenen und Parkplatz Braun an der Autobahn 7) sind betroffen. U5-Geschäftsführer Klaus Uphoff hat betont, dass der Fokus auf befestigten Flächen im Straßenraum liegt. Die ersten Bauarbeiten sollen bereits 2030 beginnen, während die letzten Flächen bis 2040 wieder verschwunden sein sollen.
Eine große Herausforderung
Bei der Planung der neuen U-Bahn-Linie, die eine Länge von 25 Kilometern haben wird und Bramfeld im Osten mit Lurup und Osdorf im Westen verbindet, stehen die Verantwortlichen vor großen Herausforderungen. Insbesondere die Nähe zur Forschungseinrichtung Desy und dem XFEL erfordert sorgfältige Überlegungen. Die U5 ist nicht nur ein wichtiges Infrastrukturprojekt, sondern auch die größte Investition unter Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Die Vorbereitungen für die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange, und die ersten Abschnitte zwischen Hagebecks Tierpark und Jarrestraße sollen bis Jahresende durchgeplant sein.
Die U5 wird die Anbindung an die U-Bahn-Linien U1 und U5 am Hamburger Dammtor-Bahnhof deutlich verbessern, wo Fahrgäste in Fern- und Regionalzüge sowie in die S-Bahn umsteigen können. Das gesamte Projekt wird viele Jahre in Anspruch nehmen und erfordert zahlreiche Baustellenflächen im Stadtgebiet, was nicht ohne Auswirkungen auf den Verkehr bleiben wird.
Bauarbeiten in der bestehenden Infrastruktur
Parallel zu den Entwicklungen rund um die U5 sind im Hamburger U-Bahnnetz auch für 2026 mehrere größere Bauvorhaben geplant. Insbesondere auf den Linien U1 und U3 wird es zu langen Sperrungen kommen. Hochbahn-Technikvorstand Jens-Günter Lang hebt die Notwendigkeit der Instandhaltung hervor, da ein großer Teil der Infrastruktur über 100 Jahre alt ist. So wird es ab März 2026 zu umfassenden Instandsetzungsarbeiten auf der U3 kommen, während auf der U1 die Haltestelle Ohlsdorf neu gestaltet wird.
Diese Projekte sind Teil eines größeren Plans, die Hamburger U-Bahn fit für die Zukunft zu machen. Neben der U5 werden auch neue Busanlagen und der Betriebshof für E-Busse in den kommenden Jahren realisiert. Hamburg bereitet sich also auf eine spannende, wenn auch herausfordernde Zeit vor, in der sich viel im Bereich öffentlicher Verkehr bewegen wird.