Heute, am 21. April 2026, beginnt in Hamburg ein bedeutender Schritt in Richtung Olympia: Der Versand der Abstimmungsunterlagen für das Olympia-Referendum startet. Landeswahlleiter Oliver Rudolf wird persönlich die ersten 110.000 Wahlunterlagen in die Post geben. Insgesamt werden rund 1,3 Millionen Briefe an wahlberechtigte Hamburgerinnen und Hamburger ab 16 Jahren verschickt. Bis spätestens 6. Mai 2026 soll der Versand abgeschlossen sein.

Die Abstimmung über die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele wird sowohl per Briefwahl als auch in den Wahllokalen möglich sein. Die Briefwahlunterlagen sind bereits in den Umschlägen enthalten und können bequem bei der Post oder im jeweiligen Bezirksamt abgegeben werden. Die Frist für die Briefwahl endet am 27. Mai 2026, während die Hamburger am 31. Mai 2026 an insgesamt 178 Wahllokalen ihre Stimme abgeben können.

Engagierte Wahlhelfer gesucht

Für die Durchführung dieser wichtigen Abstimmung werden rund 700 ehrenamtliche Wahlhelfer benötigt. Interessierte können Informationen dazu auf hamburg.de finden. Das Thema wird auch in einem Streitgespräch zwischen dem Befürworter Matthias Onken und dem Gegner Eckart Maudrich im Hamburg Journal aufgegriffen. Es bleibt spannend, wie die Hamburger Bürgerinnen und Bürger letztendlich entscheiden werden.

Olympia und Hamburg – eine lange Geschichte

Die Idee, dass Hamburg sich um die Austragung der Olympischen Spiele bewirbt, ist nicht neu. Bereits 1988 schlug der damalige Erste Bürgermeister Henning Voscherau vor, die Hansestadt ins Rennen zu schicken. Doch Hamburg konnte sich mehrfach nicht gegen andere deutsche Bewerberstädte wie Berlin oder Leipzig durchsetzen. Im Jahr 2014 beschloss der Hamburger Senat, sich gemeinsam mit Kiel um die Segelwettbewerbe der Olympischen Sommerspiele 2024 zu bewerben.

Die politischen Parteien SPD, CDU und Die Grünen haben einen Antrag zur Ergänzung der Hamburger Landesverfassung eingebracht, um das „Bürgerschaftsreferendum“ zu ermöglichen. Dieses erlaubt es der Hamburgischen Bürgerschaft, mit einer Zweidrittelmehrheit eine verbindliche Abstimmung der Stimmberechtigten herbeizuführen. Das erste Bürgerschaftsreferendum fand am 29. November 2015 statt, bei dem sich 336.518 Abstimmende (51,6 %) gegen die Bewerbung und 315.181 (48,4 %) dafür aussprachen.

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Obwohl das 20-%-Zustimmungsquorum überschritten wurde, blieb die Bewerbung aufgrund der Mehrheit der „Nein“-Stimmen ohne Wirkung. In Kiel hingegen stimmten 65,6 % der gültig Abstimmenden für die Bewerbung, was aufgrund der Ablehnung in Hamburg jedoch hinfällig wurde. Das Ergebnis dieser neuen Abstimmung könnte also weitreichende Folgen haben, nicht nur für die Stadt, sondern auch für die gesamte Region.