In Lokstedt tut sich was! An der Grundschule Vizelinstraße wurde der „Schulexpress“ ins Leben gerufen. Eine Initiative, die ganz klar auf das Ziel ausgerichtet ist, den Autoverkehr vor der Schule zu reduzieren. Das klingt doch nach einer richtig tollen Idee, oder? An festen Treffpunkten sollen Schülerinnen und Schüler sich versammeln und dann gemeinsam zur Schule laufen. So wird nicht nur der Verkehr entzerrt, sondern auch die Kinder dazu angeregt, sich mehr zu bewegen.
Rund um die Grundschule wurden acht Haltestellen festgelegt, darunter in der Julius-Vosseler-Straße und im Veilchenweg. Familien, die etwas weiter weg wohnen, können mit dem Auto zu einer der Haltestellen fahren, und von dort aus geht es dann zu Fuß weiter. Am Mittwochmorgen wurde das Projekt offiziell eingeweiht. Eltern in leuchtenden Warnwesten begleiten die Kinder, um sie in den ersten Tagen sicher zur Schule zu bringen. Ein bisschen wie eine Schulweg-Polizei! Außerdem stehen Polizeibeamte an kritischen Verkehrspunkten bereit, um die Sicherheit zu erhöhen. Das gibt einem doch ein gutes Gefühl, wenn man sieht, dass auf die kleinen Verkehrsteilnehmer geachtet wird.
Ein wichtiger Schritt für die Verkehrssicherheit
Die Idee des „Schulexpress“ stammt ursprünglich aus Bremen und wird mittlerweile von über 200 Schulen bundesweit umgesetzt. In Lokstedt hat die Einführung des Projekts etwa 5.000 Euro gekostet, wobei die Hälfte davon durch Sponsoren finanziert wurde. Yvonne Dannenberg, die Schulleiterin, unterstützt das Vorhaben voll und ganz und hofft sogar auf weitere Initiativen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, wie etwa eine Schulstraße oder einen „Bici Bus“. Das wäre doch wirklich ein Gewinn für alle!
Vor der Einführung des „Schulexpress“ hatten engagierte Eltern und Schüler bereits im Dezember 2022 mit einer Fahrraddemonstration auf die gefährliche Verkehrssituation rund um die Schule aufmerksam gemacht. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass die Gemeinschaft zusammenkommt, um Veränderungen zu bewirken. Laut einer DGUV-Statistik passieren jährlich über 100.000 Unfälle auf dem Weg zur oder von der Bildungseinrichtung. Das ist eine alarmierende Zahl! Besonders gefährlich sind die Radunfälle – die häufigste Form der Verkehrsbeteiligung unter Kindern. Hier ist es also höchste Zeit, etwas zu ändern!
Förderung einer aktiven Mobilität
Kinder sind von Natur aus bewegungsfreudig und neugierig. Schon im Kindergartenalter erweitern sie ihre Mobilität und lernen, sich mit Dreirädern, Laufrädern oder Rollern fortzubewegen. Im Grundschulalter wird das Fahrrad zu einem wichtigen Fortbewegungsmittel, vor allem auf dem Weg zur Schule. Und auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass die Welt immer hektischer und gefährlicher wird, ist es wichtig, dass Kinder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen können – sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Das Sachgebiet Verkehrssicherheit in Bildungseinrichtungen nimmt sich dieser Herausforderungen an. Es entwickelt Projekte zur Reduzierung von Mobilitätsrisiken und fördert eine moderne Mobilitätsbildung, die über das bloße Vermitteln von Verkehrsregeln hinausgeht. Ziel ist es, die Eigenverantwortung der Kinder für ihre sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu stärken und gleichzeitig ihre Bewegungsfreude zu unterstützen. Denn letztlich geht es darum, dass unsere Kinder sicher und selbstbewusst auf den Straßen unterwegs sind, während sie die Welt um sich herum entdecken.