Heute ist der 24.04.2026, und Eimsbüttel steht vor einem Wechsel an der Spitze des Bau- und Umweltdezernats. Ab dem 1. Mai 2026 wird Jan Philipp Stephan, 49 Jahre alt, die Nachfolge von Johannes Gerdelmann antreten, der in den Ruhestand geht. Stephan bringt eine beeindruckende Erfahrung in der Stadtplanung mit, die er in Kassel und Valencia erworben hat. Zuvor war er im Zentrum für Umweltsystemforschung tätig und wechselte 2007 in die Bebauungsplanung des Bezirksamtes Eimsbüttel. Aktuell leitet er das Amt für Stadt- und Landschaftsplanung und ist Stellvertreter des Baudezernenten.
Das Bau-Dezernat von Eimsbüttel umfasst vier Ämter, die sich mit Baugenehmigungen, Wohnraumschutz, Klimaschutzmanagement, Stadtplanung sowie der Pflege von Straßen, Gehwegen, Gewässern und Grünflächen beschäftigen. Stephan hat bereits bedeutende Projekte wie „Eimsbüttel 2040“, die Entwicklung des Nachwuchsleistungszentrums FC St. Pauli und die Neue Mitte Stellingen geleitet. Auch in Großprojekten, wie dem Bau der neuen U5 und der neuen Bornplatzsynagoge, hat er eine tragende Rolle gespielt. Besonders bemerkenswert ist, dass Eimsbüttel als Vorreiterkommune in einem europaweiten Klimaschutzprojekt ausgewählt wurde.
Klimaschutz und interdisziplinäre Ansätze
Der Klimaschutz hat in Eimsbüttel eine zentrale Bedeutung. Im Sommer 2020 wurde das Klimaschutzmanagement installiert, um den Klimaschutz im Handeln des Bezirks zu verankern und Maßnahmen gezielt zu steuern. Die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzepts, das am 27. Januar 2022 von der Bezirksversammlung beschlossen wurde, stellt den ersten Schritt in eine nachhaltige Zukunft dar. Die Umsetzung dieses Konzepts läuft bis zum 31. Juni 2025 und wird durch verschiedene Mittel wie die Nationale Klimaschutzinitiative und die Klimaplanmittel Hamburg finanziert.
Jan Philipp Stephan fördert in seiner neuen Rolle die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Klimaschutzmanagement und der Bezirksentwicklungsplanung. Das Klimateam wurde personell auf neun Stellen in verschiedenen Fachbereichen erweitert, damit jede Abteilung mindestens einen Ansprechpartner für Klimaschutz hat. Diese umfassende Einbindung aller Mitarbeiter:innen in den Klimaschutzprozess ist ein zukunftsweisender Schritt, um den Handlungsbedarf klar zu definieren und die Fortschritte regelmäßig zu dokumentieren.
Ein Blick in die Zukunft
Die Umsetzung der Maßnahmen zeigt bereits erste Erfolge: 49 Projekte sind in Arbeit, mit einer CO2-mindernden Wirkung, die sowohl kurzfristig als auch langfristig positive Effekte verspricht. Für das Jahr 2024 stehen unter anderem die Aktivierung der Mitarbeiter:innen, Müllvermeidung und -trennung, sowie die Entwicklung eines Klimaanpassungskonzepts auf der Agenda. Auch die kommunale Wärmeplanung und die Förderung des Rad- und Fußverkehrs sowie autoarmer Quartiere werden weiter vorangetrieben.
Jan Philipp Stephan, der Vater von zwei Kindern ist und sich für Musik begeistert, kennt die besten Plätze in Eimsbüttel: das Niendorfer Gehege, der Rahwegteich und das urbane Kerngebiet. Diese persönlichen Interessen wird er sicherlich in seine Arbeit einfließen lassen, um Eimsbüttel noch lebenswerter zu gestalten.
Für weitere Informationen über Jan Philipp Stephan und die Stadtplanung in Eimsbüttel ist der Podcast des Bezirksamtes eine wertvolle Quelle. Hier können Interessierte mehr über die Herausforderungen und Visionen für die Zukunft des Bezirks erfahren.