In Altona wird ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung aufgeschlagen. Die Jury, bestehend aus Landschaftsarchitektinnen, Oberbaudirektor, Fachplanerinnen und Mitgliedern der Altonaer Bezirksversammlung, hat den Entwurf von LRW Architektur und MERA Landschaftsarchitektur für ein neues Wohnquartier in Osdorf ausgewählt. Dieses Projekt wird zwischen Rugenbarg und Blomkamp realisiert und umfasst die Schaffung von rund 400 bezahlbaren Mietwohnungen, die vorrangig an Bundesbedienstete vergeben werden. Eine Kindertagesstätte wird ebenfalls Teil des Plans sein.

Besonders bemerkenswert ist die Integration der vier Bestandsgebäude, die erhalten bleiben und um einen zentralen Hof gruppiert werden. Die neu entstehenden Hofnachbarschaften sind grün gestaltet und bilden die gemeinschaftliche Mitte, die die Nachbarn zusammenbringt. Diese Höfe sind nicht nur ein Ort der Begegnung, sondern auch durch dezentrale Regenwasserbewirtschaftung so angelegt, dass sie zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Entwässerungsmulden werden dafür sorgen, dass Regenwasser versickert und die Natur vor der Haustür gefördert wird.

Ein wichtiger Schritt in der Wohnraumoffensive

Dr. Sebastian Kloth, der Bezirksamtsleiter Altona, bezeichnet diesen Wettbewerb als einen bedeutenden Meilenstein für den bezahlbaren Wohnraum in der Region. Auch Birgit Franke, Hauptstellenleiterin der BImA, hebt die Wichtigkeit des Projekts hervor und betont, dass die Entwicklung auf Flächen im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg, die teilweise militärisch genutzt werden, stattfindet. In diesem Zusammenhang wurde eine Absichtserklärung zwischen der BImA und der Freien und Hansestadt Hamburg zur Flächenentwicklung unterzeichnet.

Ein neuer Erbbaurechtsvertrag für die Wohnnutzung ist im ersten Halbjahr 2026 geplant, und die Bürgerschaft hat bereits die Verlängerung des Erbbaurechts für den militärisch genutzten Teil der Kaserne bis 2136 genehmigt. Dieses Wohnungsbau-Projekt ist ein zentraler Bestandteil der Wohnraumoffensive der BImA, die darauf abzielt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Bei Bedarf werden die Wohnungen auch auf dem freien Markt angeboten.

Kooperation für bezahlbaren Wohnraum

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und die Kommunen haben sich zudem auf eine engere Zusammenarbeit verständigt, um entbehrliche bundeseigene Flächen schneller für den Wohnungsbau mobilisieren zu können. Dies geschieht im Rahmen einer gemeinsamen Wohnraumoffensive, die von Bund, Ländern und Kommunen initiiert wurde, um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum entgegenzuwirken.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die BImA plant auch eigene Wohnungsbauvorhaben, um Bundesbeschäftigte unterzubringen. Ein gemeinsames Informationsschreiben von BImA, Deutschem Städtetag, Deutschem Landkreistag und Deutschem Städte- und Gemeindebund verdeutlicht die Verfahren für einen beschleunigten und verbilligten Kauf von Bundesimmobilien. So erhalten Kommunen Preisnachlässe von 25.000 Euro pro neu geschaffener Sozialwohnung im Geschosswohnungsbau.

Das Wohnquartier in Osdorf wird vom 27. April bis 7. Mai im Bürgerhaus Bornheide ausgestellt, und die öffentliche Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse findet am 6. Mai im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksversammlung Altona statt. Dies ist eine hervorragende Gelegenheit, sich über die geplanten Entwicklungen zu informieren und die Pläne für die Zukunft unserer Stadt aktiv mitzugestalten.