Heute ist der 19.05.2026 und wir sind hier in Altona, wo die Erinnerungen an eine einst beeindruckende Verbindung zwischen Hamburg und München noch lebendig sind. Die ICE-Strecke, die von Hamburg-Altona nach München führte, war nicht nur eine der längsten Direktverbindungen im deutschen Fernverkehr, sondern auch ein Symbol für Bequemlichkeit und Reichweite im Reiseverkehr. Der ICE 699, der beeindruckende 1.300 Kilometer ohne Umstiege zurücklegte, verband große Städte und schaffte eine direkte Verbindung, die so manch ungeduldigen Reisenden das Warten auf Umstiege ersparte. Die Route führte durch das Herz Mitteldeutschlands, vorbei an Leipzig, Halle und Erfurt, und bot dabei einen Blick auf die Vielfalt der Landschaften und Kulturen in Ostdeutschland.

Was viele nicht wissen: Ursprünglich war diese Verbindung als Berlin–München-Linie geplant und wurde erst 2021 bis nach Hamburg verlängert. Das hat so manchem Reisenden das Lächeln ins Gesicht gezaubert – die Möglichkeit, vom Norden bis in den Süden Deutschlands zu reisen, ohne auch nur ein einziges Mal den Platz wechseln zu müssen! Ein gewöhnlicher ICE, der die ganze Nacht über im Sitz befahren wurde, hat für viele den Unterschied zwischen einer schlaflosen Nacht und einem entspannten Morgen gemacht. Am 14. Dezember 2025 wurde die Verbindung dann auf einen Stundentakt umgestellt, jedoch nur ab Berlin. Für Reisende ab Hamburg war das ein kleiner Dämpfer, denn die direkte Verbindung wurde nicht mehr aufrechterhalten. Der ICE 699 fährt seither auf einer anderen Route, unter seiner gewohnten Nummer, doch das Gefühl der Durchlässigkeit zwischen den Städten bleibt in den Herzen der Reisenden.

Die Realität des Reisens in Deutschland

In einer Zeit, in der das Deutschlandticket populär wurde, erlebten viele die Freiheit, den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr unbegrenzt zu nutzen. Es ist besonders beliebt als Jobticket, und die Möglichkeit, bequem von A nach B zu gelangen, ohne sich um Umstiege kümmern zu müssen, wurde von vielen geschätzt. Allerdings gilt das Deutschlandticket nicht für den Fernverkehr – und so stehen wir vor der Realität, dass längere Strecken oft mehrere Umstiege erfordern. Ein Beispiel gefällig? Die Reise von Hamburg nach Köln kann sich über mehr als sechs Stunden hinziehen und erfordert gleich drei Umstiege. Und wenn man von Hamburg nach München möchte? Das dauert über 16 Stunden und bringt einen sogar auf fünf Umstiege!

Doch es gibt auch Lichtblicke im Nahverkehr. Die längsten Strecken ohne Umsteigen mit dem Deutschlandticket sind durchaus beeindruckend: Der RE1 von Koblenz nach Mannheim ist mit 330 km und 4:20 h die Spitzenreiter. Auch der RE2 von Hof nach München mit 315 km in 3:30 h schlägt sich nicht schlecht. Das sind alles Strecken, die das Gefühl der Bequemlichkeit zurückbringen – auch wenn man auf den Fernverkehr verzichten muss.

Ein Blick in die Geschichte der Bahnverbindungen

Die Längste Bahnstrecke ohne Umsteigen in Deutschland bleibt der ICE 699 von Hamburg-Altona nach München, auch wenn die direkte Verbindung nicht mehr existiert. Ein bisschen nostalgisch wird man schon, wenn man an die früheren Spitzenreiter aus Ostdeutschland denkt. Der RE5 von Rostock nach Elsterwerda, der früher eine Strecke von 390 km ohne Umstieg bot, ist jetzt nur noch mit Umstieg in Berlin zu erreichen. Es ist ein wenig traurig, dass man sich von diesen durchgehenden Verbindungen verabschieden muss, aber das ist wohl die Realität im deutschen Bahnverkehr.

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So viele Geschichten, so viele Verbindungen – und doch bleibt das Reisen in Deutschland ein Abenteuer, das oft auch Geduld erfordert. Das Gefühl, in einem Zug zu sitzen und durch die Landschaft zu gleiten, bleibt unvergessen. Man fragt sich, welche neuen Verbindungen in Zukunft geschaffen werden, um die Reisenden noch näher zusammenzubringen.