Heute ist der 27.05.2026, und während der Alltag in Altona seinen gewohnten Gang geht, denkt man unwillkürlich an die Ereignisse des vorausgegangenen Tages. Am 26. Mai, gegen späten Nachmittag, kam es am Ulmer Hauptbahnhof zu einem Vorfall, der für einige Reisende sicherlich nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird. Der ICE 514, auf seinem Weg von München nach Hamburg-Altona, wurde aufgrund eines verdächtigen Gegenstands evakuiert. Was genau war passiert? Nun, die Bundespolizei hatte einen Benzinkanister in einem Rucksack auf der Zugtoilette entdeckt. Dies führte zu einer großangelegten Evakuierung der Passagiere.
Die Situation nahm zwischen 17 und 18 Uhr ihren Lauf. Passagiere berichteten von einem intensiven Benzingeruch, der aus den Waggons 6 und 7 drang. Das sorgt natürlich für etwas Nervosität, wenn man sich in einem Zug befindet und plötzlich auf solche Gerüche stößt. Als der Zug gegen 16:40 Uhr am Gleis 1 des Ulmer Hauptbahnhofs eintraf, wurden alle Waggons geräumt, und der Bahnhof schloss schrittweise seine Pforten. Gleise und Fußgängersteg wurden abgesperrt, und die Sicherheitskräfte überführten den leeren Zug zur Nebenstrecke bei Beimerstetten, um Passagiere und Personal zu schützen.
Die Suche nach dem Unbekannten
Die Polizei war zunächst besorgt, dass es sich um ein möglicherweise explosiv präpariertes Objekt handeln könnte. Das klingt natürlich dramatisch und sorgt für eine gewisse Anspannung bei allen Beteiligten. Doch die Spezialkräfte, die zur Untersuchung des Gegenstands herangezogen wurden, konnten schließlich Entwarnung geben. Der angeblich gefährliche Gegenstand stellte sich als harmloser Drei-Liter-Benzinkanister heraus, dessen Gas den Benzingeruch verursachte. Ein unbekannter Reisender hatte ihn offenbar in der Hektik vergessen.
Die Entdeckung des Kanisters führte jedoch zu massiven Einschränkungen im Bahnverkehr rund um Ulm. Hunderte von Reisenden und Pendlern waren von den Maßnahmen betroffen, und die Sperrungen führten zu erheblichen Verspätungen im Personen- und Güterverkehr. Während andere Züge in der Region auf die Weiterfahrt warteten, mussten die Passagiere des ICE 514 ihre Weiterreise selbst organisieren. Das ist natürlich ein wenig ärgerlich, wenn man nach einem langen Tag einfach nur nach Hause möchte.
Ein schneller Abschluss
Die Sperrungen am Ulmer Hauptbahnhof wurden schließlich kurz nach 18 Uhr aufgehoben, und der Betrieb konnte wieder aufgenommen werden. Der leere Zug rollte in Richtung Stuttgart weiter, und gegen 19:30 Uhr gab es endgültige Entwarnung: Der vermisste Kanister war sicher und unschädlich. Ein Vorfall, der für viele Reisende sicherlich eine unerwartete Wendung bereitete und vielleicht auch den ein oder anderen Schreckmoment beschert hat. Aber am Ende ist alles glimpflich ausgegangen – was will man mehr?