Heute ist der 17.05.2026, und während sich der Frühling in Norddeutschland noch immer in einer Art unentschlossenem Zustand befindet, scheinen die Wetterkapriolen uns die ganze Palette an Gefühlen zu bieten. Der Deutsche Wetterdienst kündigt einen Tag an, der freundlich beginnt. Na, das klingt doch vielversprechend, oder? Die Temperaturen erreichen auf den Nordseeinseln bis zu 12 Grad, während Hamburg sich mit 18 Grad gemütlich macht. Mecklenburg-Vorpommern darf sogar mit Temperaturen zwischen 13 und 19 Grad rechnen. Ein Hoch auf den Frühling! Aber halt, ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Im Laufe des Tages ziehen, wie es sich für die norddeutsche Wetterlage gehört, Quellwolken über Schleswig-Holstein, die frischen Wind und Regen mit sich bringen. Ein bisschen Sonne lässt sich im Südosten blicken, aber auch dort ist der Wettergott nicht ganz entschieden. Am Nachmittag sind in Mecklenburg-Vorpommern vereinzelt Schauer zu erwarten. Und während die Temperaturen in der Nacht auf angenehme fünf bis zehn Grad sinken, bereitet sich der Montag schon darauf vor, stark bewölkt zu starten – Temperaturen zwischen 13 und 21 Grad stehen auf dem Programm.

Ein schauerartiger Montag

Der Montag bringt uns eine Mischung aus freundlichen und wolkigen Momenten. Während im Osten und Südosten die Sonne ein nettes Spielchen mit uns spielt und meist trocken bleibt, zieht von Westen her schauerartiger Regen auf. Örtlich sind Gewitter möglich, was dem Ganzen eine spannende Note verleiht. Wenn man nicht gerade auf der Suche nach der perfekten Bräune ist, kann man das Wetter als aufregend empfinden. Am Abend könnte es dann auch ein wenig blitzen und donnern – eine echte norddeutsche Gewitterromantik.

In der Nacht zum Dienstag wird es dann wieder frisch, die Temperaturen sinken auf vier bis zehn Grad. Mecklenburg-Vorpommern bleibt dabei unter einem dichten Wolkenmeer mit anhaltendem Regen. Für alle, die die Sonne vermissen, wird es ein trüber Ausblick – der morgendliche Nebel wird von dichten Wolken und eventuell örtlichen Gewittern abgelöst. Ein ganz klarer Hinweis darauf, dass der Frühling sich noch nicht so recht entscheiden kann, ob er wirklich kommen möchte oder lieber auf die nächste Saison wartet. Die Höchstwerte am Dienstag klettern auf 14 bis 20 Grad, und nachts wird’s wieder kühler – zwischen sieben und elf Grad ist alles drin.

Frühling, wo bleibst du?

Der Frühling in Deutschland ist traditionell die zweitkälteste Jahreszeit. Im Durchschnitt liegt die Temperatur von März bis Mai bei gerade einmal +7,7 Grad. Vergleicht man das mit den anderen Jahreszeiten, sieht man, dass der Sommer mit +16,3 Grad deutlich wärmender ist. Es ist ja nicht so, als ob wir nicht wissen, dass der Frühling oft noch mit einem letzten Winterauftritt überrascht – der berühmte Märzwinter lässt grüßen. In den letzten 20 Jahren hatten wir lediglich ein Frühjahr, das als zu kalt eingestuft wurde, während 17 Jahre zu warm waren. Ein Wandel, der uns zeigt, dass die Temperaturen in den letzten zwei Jahrzehnten insgesamt um etwa 8 Grad gestiegen sind. Vielleicht ist das der Grund, warum wir uns bei Temperaturen von 12 bis 21 Grad immer noch nach der wahren Frühlingswärme sehnen.

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Schaut man sich die letzten Jahre an, so bleibt der Frühling in diesem Jahr eher hinter den Erwartungen zurück. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Vielleicht bringt der Mai noch die eine oder andere Sonnenstunde, die uns den Alltag versüßt. Bis dahin bleibt uns nur, die wechselhaften Tage mit all ihren Launen zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen – mit einem Regenschirm in der einen Hand und einer Tasse Tee in der anderen. Und wer weiß, vielleicht überrascht uns der Frühling ja doch noch mit einem warmen Lächeln.