In der idyllischen Umgebung der Schweiz hat sich ein unrühmliches Gerücht um den Campingplatz „Hobby 3“ in Unterseen verbreitet. Im Frühling 2023 war zu hören, dass dieser innovative Platz nach einem Besitzerwechsel im Januar eine „Adults only, 16 Plus“-Regelung einführen möchte. Dies bedeutet konkret, dass Familien mit Kindern, darunter die von Sandra Oeschger, die mit ihren acht und elf Jahre alten Schützlingen dort leben, ihre Zelte abbrechen müssen. Wie moin.de berichtet, endet das Abenteuer für viele Familien abrupt, da ihre Verträge nicht verlängert werden.

Rechtsexpertin Nathalie Hirsiger stellt klar, dass der Ausschluss von Kindern rechtlich durchsetzbar ist und nicht als diskriminierend angesehen wird. Dennoch bleibt der Aufschrei bei Betroffenen nicht aus, zumal die Informationen über diese Regelung nicht transparent kommuniziert wurden. Viele Familien, wie die Oeschgers, erfuhren von den Änderungen erst durch Mundpropaganda oder die Webseite des Campingplatzes. Ein offizielles Schreiben an die Betroffenen gab es nicht, was die Situation zusätzlich erschwert hat.

Druck auf Familien wächst

In der Folge stehen zahlreiche Familien vor großen Herausforderungen. Für viele ist es nicht nur die bloße Umstellung, die nervenaufreibend ist, sondern auch die finanziellen Belastungen, die damit einhergehen. Die Oeschgers mussten ihren Vorbau auf eigene Kosten entsorgen, während andere Familien Tausende Franken verloren, weil sie Wohnwagen oder Vorbauten nicht mehr verkaufen können. Die allgemeine Nachfrage nach kinderfreien Angeboten steigt nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland, vor allem an der Ostsee, wo das „Adults only“-Konzept Einzug gehalten hat.

„Hobby 3“ wird sich allerdings bald umbenennen und als „Camping Lazy Rancho“ firmieren, während es eine Fusion mit einem familienfreundlichen Nachbarplatz plant. Dies könnte vielleicht ein Lichtblick für die Zukunft sein. Dennoch bleibt es abzuwarten, wie sich die Lage für die betroffenen Familien entwickeln wird und ob sie die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.

Camping in Deutschland und der Schweiz

Während die Diskussion um kinderfreie Plätze in der Schweiz voranschreitet, gibt es auch in Deutschland erfolgreiche und familienfreundliche Alternativen. Beispielsweise der Campingpark Buntspecht am Ferchesarer See im Naturpark Westhavelland. Dieser Platz wurde mit dem Wirtschaftsförderpreis für Tourismus ausgezeichnet und verfügt über moderne sanitäre Anlagen, großzügige Stellplätze sowie ein Café-Restaurant mit Sonnenterrasse. Auch Sport- und Spielanlagen, inklusive einem Abenteuerspielplatz, machen diesen Platz besonders attraktiv für Familien.

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Die Schweiz selbst bietet eine Fülle an Möglichkeiten für Campingbegeisterte. Mit ihren malerischen Landschaften, die von den Alpen bis zu mediterranen Regionen reichen, zieht sie jedes Jahr zahlreiche Familien, Paare und Studenten an. Die Diversität der Campingplätze, sei es beim Zürich, in St. Gallen oder im Tessin, schafft Raum für gemeinsame Erlebnisse unter den Sternen. Laut Camping.info sind die Preise dort zwar höher, doch im Vergleich zu anderen Urlaubsländern bewegen sie sich im moderaten Bereich.

Ob kinderfreie Zonen oder familienfreundliche Angebote – das Camping bleibt ein beliebtes Urlaubsformat, das sich zukunftsorientiert weiterentwickelt. Hat diese Thematik auch Auswirkungen auf die zukünftige Wahrnehmung von Campingplätzen in der Region? Die kommenden Monate werden es zeigen.