Seit Mitte Januar 2026 schickt die Caritas ihren Einkaufsbus auf die Straßen von Dietramszell. Ein rollender Treffpunkt für ältere Menschen – das klingt schon mal nach einer netten Idee! Der Bus macht dienstags Halt beim Supermarkt in Ascholding. Bei jedem Ausflug sind mittlerweile zwölf Senioren an Bord, und das Team rund um den ehrenamtlichen Fahrer Ferdinand Schmitz sorgt dafür, dass die Fahrt zu einem echten Erlebnis wird. Er holt die älteren Mitbürger direkt von zu Hause ab und bringt sie sicher zum Einkaufen. Die Touren dauern bis zu einer Stunde, je nachdem, wie viele Fahrgäste mitfahren.
Die erste Station ist in Lochen, wo die 83-jährige Gerlinde Kamp einsteigt. Sie ist auf den Bus angewiesen, da ihre Sehbehinderung es ihr unmöglich macht, selbst zu fahren. Auch Donata Friederici, die fast blind ist, nutzt den Einkaufsbus. Es scheint, als würde hier nicht nur ein praktisches Bedürfnis gedeckt – die Senioren freuen sich auch auf die gesellige Atmosphäre während der Fahrt. Waltraud Bauhof, eine ehemalige Gemeinderätin, hat diesbezüglich nur Gutes zu berichten. Für sie ist es nicht nur eine Ersparnis, sondern auch eine Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen.
Ein Projekt mit Herz
Der Einkaufsdienst ist Teil des Projekts „Miteinand im Dorf“ des Caritas-Zentrums Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Initiative wurde ins Leben gerufen, um die Lücke zu schließen, die nach der Schließung des letzten Nahversorgers entstanden ist. Margit Maier-Marth, die Projektleiterin, begleitet die Touren und hat die Augen offen nach einem freiwilligen Helfer für die Koordination, denn Teamarbeit ist hier gefragt! Dieses Projekt wird durch eine Stiftung unterstützt, die bis in den Herbst 2026 finanziert. Ein echter Glücksgriff für die Senioren!
Nach dem Einkauf geht es dann in die Cafeteria des Supermarkts, wo Kaffee und Tee auf die wartenden Senioren warten. Diakon Christian Horak ist ebenfalls vor Ort – ein guter Gesprächspartner, der mit Rat zur Seite steht. Wer Interesse hat, kann sich dienstags ab 13.30 Uhr bei Margit Maier-Marth anmelden. So einfach kann man Teil dieser wunderbaren Gemeinschaft werden!
Gemeinschaft stärken
Das Konzept geht über das bloße Einkaufen hinaus. Der Einkaufsbus ist ein Vehikel, das soziale Isolation bekämpft und die Lebensqualität der älteren Menschen verbessert. Viele von ihnen haben nicht die Möglichkeit, selbstständig in den Supermarkt zu gelangen. Das Projekt fördert die Unabhängigkeit und ermöglicht es, den Kontakt zur Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Hier wird nicht nur der Magen, sondern auch die Seele genährt – durch Gespräche und den Austausch zwischen den Nutzern und den freiwilligen Helfern.
Ein mobiler Einkaufswagen, ähnlich dem der Malteser in Kempen, könnte vielleicht auch in anderen Regionen eine Lösung bieten. Diese Initiativen stärken das Gefühl der Zugehörigkeit und fördern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Und seien wir mal ehrlich, wer freut sich nicht über ein bisschen mehr Miteinander? In Zeiten, in denen Isolation und Einsamkeit viele Senioren plagen, ist es wichtig, solche Projekte zu unterstützen – nicht nur finanziell, sondern durch das eigene Engagement. Es liegt an uns allen, die Gemeinschaft lebendig zu halten.