In Bremen gibt es Grund zur Freude! Im dritten Jahr in Folge wird der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für alle Kinder erfüllt. Ja, genau, auch in den Rand-Stadtteilen, wo es bisher oft an Angeboten mangelte. Das ist ein echter Fortschritt, der nicht nur die Kleinen, sondern auch ihre Familien begeistert. Dank einer neuen Kooperation zwischen dem Bildungs- und Sozialressort können nun systematisch Kinder aus Flüchtlingsunterkünften angemeldet werden. Rund 190 Kinder aus Flüchtlingsfamilien haben bereits einen Platz in einer Kita gefunden, und es ist noch nicht Schluss: 50 weitere Kinder sind fest angemeldet, und etwa 40 sollen bald vermittelt werden!

Die Heimmitarbeitenden leisten dazu einen wertvollen Beitrag. Mehrsprachig unterstützen sie die Familien bei der Anmeldung, damit wirklich jeder die Chance hat, einen Platz zu bekommen. Und das Anmeldeverfahren? Das wurde deutlich vereinfacht! Informationsmaterial in mehreren Sprachen steht bereit, um Eltern den Einstieg zu erleichtern. Multiplikatoren aus verschiedenen Stadtteilen wurden geschult, um die Familien bei der Anmeldung zu unterstützen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Hürden für geflüchtete Familien abzubauen.

Kita-Plätze für alle

Bremen hat nach einem langen Kampf gegen den Platzmangel nun endlich genug Kita-Plätze. Natürlich gibt es immer noch beliebte Kitas, die schnell ausgebucht sind, aber im Großen und Ganzen finden auch Familien in ärmeren Stadtteilen einen Platz. Vor einigen Jahren gab es viel Kritik, da viele Kinder in Flüchtlingsheimen oftmals monatelang ohne Kita-Besuch blieben. Jetzt wird aktiv daran gearbeitet, mehr Kinder in die Kitas zu bringen, insbesondere in Stadtteilen mit hoher Zuwanderung und Armut. Der Senat hat sich das Ziel gesetzt, die Betreuungsquote zu erhöhen, denn die lag jahrelang bundesweit am niedrigsten. Aktuell beträgt sie für Drei- bis Sechsjährige in Bremen 88 Prozent – im Vergleich zu 99 Prozent in Berlin.

Eine ressortübergreifende Steuerungsgruppe, die seit letztem Sommer unter dem Titel „Alle Kinder in die Kitas“ arbeitet, bringt frischen Wind in die Anmeldungssituation. Das Kita-Portal wurde verbessert und Lernvideos zur Anmeldung erstellt. Auch Informationsflyer zur Kita-Anmeldung sind nun in einfacher Sprache übersetzt und mit QR-Codes versehen. Wenn jemand Fragen hat oder Hilfe braucht, kann er die Kita-Hotline unter der Nummer 0421-36192000 kontaktieren. Und keine Sorge: Anmeldungen in Papierform sind ebenfalls möglich!

Unterstützung für Familien

Die Rolle von Kinderärzten ist ebenfalls wichtig. Sie sollen Eltern während der U-Untersuchungen den Besuch einer Kita empfehlen. Das gibt den Familien einen zusätzlichen Anstoß, sich um einen Platz zu kümmern. Zudem sind Multiplikatoren wie Mitarbeiter von Quartiersbildungszentren und Sozialarbeiter geschult worden, um als Kita-Anmeldehelfer zu fungieren. Bisher wurden bereits 40 Multiplikatoren ausgebildet, und es sollen noch weitere folgen. Das zeigt, wie ernst es Bremen mit der Integration von geflüchteten Kindern in die frühkindliche Bildung meint.

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Für diejenigen, die tiefer in die Materie eintauchen möchten, bietet das Webportal „Frühe Chancen“ des Bundesfamilienministeriums wertvolle Informationen zu Flüchtlingskindern in der Kindertagesbetreuung. Hier finden sich rechtliche Rahmenbedingungen, Tipps zur Eingewöhnung und sogar Praxisbeispiele zur gelungenen Integration. Eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) untersucht die Situation von Flüchtlingskindern in Kitas und bietet interessante Einblicke in den Alltag der Einrichtungen. UNICEF hat zudem die Lebenssituation von Flüchtlingskindern genauer unter die Lupe genommen und wertvolle Erkenntnisse geliefert.

Das Engagement in Bremen ist ein Lichtblick und zeigt, wie wichtig es ist, Familien aus verschiedenen Hintergründen zu unterstützen und ihnen eine Perspektive zu bieten. Die Voraussetzungen für eine bessere Integration von geflüchteten Kindern in die Gesellschaft sind gelegt. Jetzt heißt es, diese Chancen zu nutzen und gemeinsam zu wachsen.