Heute, am 26. Mai 2026, stehen die Norddeutschen vor einem kleinen Hitzeschub. Ja, ihr habt richtig gehört! Am Dienstag sollen die Temperaturen hier im Norden auf über 30 Grad klettern. Ein bisschen wie ein Sommertraum, nur dass es diesmal kein Traum ist. Der letzte heiße Tag im Mai war 2018, als wir uns mit Höchstwerten bis zu 32 Grad in die Schweißperlen auf der Stirn kämpften. Wer hätte gedacht, dass wir in Bremen nur fünf Tage mit über 30 Grad in den letzten 30 Jahren erlebt haben? Immerhin gab es je einen heißen Tag in 2005 und 2012, und dann natürlich die drei im Jahr 2018. Aber jetzt wird’s anders, denn die Prognosen für Bremen zeigen 31 Grad, und in den südlicheren Regionen sogar bis zu 32 Grad. Das klingt nach einem perfekten Tag für ein Eis am Dom!

Doch an der See bleibt es mit einem West-Südwestwind erfrischend kühl – dort erwarten wir nur 22 bis 24 Grad. Also, wer sich am Strand ein bisschen abkühlen möchte, sollte sich nicht wundern, wenn die Temperaturen nicht ganz so hoch sind. Mittwoch und Donnerstag bringen uns dann immer noch sommerliche 20 bis 22 Grad. Nicht schlecht, oder? Aber am Freitag könnten wir wieder in die Schwüle eintauchen, mit möglichen Schauern, die uns daran erinnern, dass wir hier im Norden auch die feuchte Brise haben.

Die Seltenheit heißer Tage

Obwohl heiße Tage im Mai selten sind, haben sie in den letzten Jahren zugenommen. Eine Definition für einen heißen Tag ist ein Tag, an dem die maximale Temperatur über 30 Grad liegt. Im Jahr 2025 hatten wir in Bremen sechs heiße Tage und 30 Sommertage, und im Jahr 2024 sogar sieben heiße Tage und stolze 40 Sommertage! Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt, dass 2018 die heiße Ausnahme war, mit 22 heißen Tagen und 78 Sommertagen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für dieses Jahr über 30 Grad, allerdings ohne Hitzewarnung – ein wenig beruhigend, aber die hohen UV-Werte machen uns dennoch zu schaffen.

Ein Blick auf die Daten aus den letzten Jahrzehnten offenbart eine interessante Entwicklung: Zwischen 1961 und heute zeigt eine Abbildung die Anzahl der heißen Tage in Bremen. Während die hellblauen Balken die Jahre mit den fünf niedrigsten Werten darstellen, gibt es dunkle blaue Balken für die fünf höchsten Werte. Wenn wir uns die Zeiträume von 1961 bis 1990 und von 1991 bis 2020 anschauen, sehen wir eine Zunahme an heißen Tagen um 3,1 Tage. In Bremerhaven sind es sogar 2,4 Tage mehr. Diese Zahlen stammen aus der meteorologischen Station des DWD in Bremen und Bremerhaven – da wird einem ganz schön warm ums Herz, wenn man an all die heißen Tage denkt!

Klimawandel und seine Folgen

Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich spürbar. Laut einer Studie des DWD über „Wetter und Klima im Land Bremen“, die 2024 veröffentlicht wurde, ist die Jahresmitteltemperatur von 1881 bis 2023 um 1,6 °C gestiegen. Das macht das Klima nicht nur wärmer, sondern auch unberechenbarer. Die letzten zehn Jahre waren die wärmsten, und die fünf heißesten Jahre liegen alle in dieser Dekade. Zukünftige Modellberechnungen zeigen, dass wir mit einem weiteren Temperaturanstieg rechnen müssen – im besten Fall sind es 1,1 °C bis 2060, im schlimmsten Fall sogar 3,5 °C bis 2100. Die Frage ist also nicht, ob, sondern wie sehr uns der Klimawandel noch beeinflussen wird.

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Die Niederschlagsmengen haben sich ebenfalls verändert. Während die Menge seit 1881 um 94 l/m² pro Jahr gestiegen ist, zeigt sich, dass nicht alle Jahreszeiten gleich betroffen sind. Der Frühling bleibt eher trocken, während der Winter feuchter wird. Im Sommer und Herbst gibt es kein klares Bild. So bleibt der Nordwesten Deutschlands ein Ort voller Überraschungen, sowohl was die Hitze als auch die Niederschläge betrifft.

Jetzt heißt es: Die kommenden heißen Tage genießen, aber auch die Schattenseiten im Blick behalten. Ein kühles Getränk in der Hand und eine leichte Brise im Nacken – so lassen sich die heißen Tage in Bremen am besten überstehen!