In Norddeutschland wird Inklusion großgeschrieben, insbesondere auf dem Fußballplatz. Die DFB-Stiftungen berichten, dass Hannover 96 und Werder Bremen eine gemeinsame Kooperation im Blindenfußball ins Leben gerufen haben. Diese Initiative zielt darauf ab, sehbehinderten Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Sport zu ermöglichen und ihnen eine Plattform für Gemeinschaft und Teilhabe zu bieten.

Der Startschuss für dieses spannende Projekt fiel bereits Anfang 2023. Seitdem wird in Hannover Blindenfußball angeboten, was das bestehende Angebot in Bremen ergänzt. Seinen Anfang nahm das Training mit gerade mal drei teilnehmenden Fußballern mit Sehbeeinträchtigungen. Heute sind regelmäßig über acht junge Sportlerinnen und Sportler im Alter von 10 bis 22 Jahren aktiv. Hannover 96 vermeldet, dass das Training in der Schillerschule begann und seit Oktober 2025 im Vereinszentrum von Hannover 96 stattfindet.

Das Team und die Trainer

Leiterin des Trainings ist die 26-jährige Meta Kuhlmann, die zuvor beim FC St. Pauli Erfahrungen im Blindenfußball sammeln konnte. Mit ihrer A-Lizenz als Fitnesstrainerin bringt sie nicht nur viel Wissen, sondern auch ein gutes Händchen für die sportliche Entwicklung der Mannschaft mit. Unterstützung erhält sie von drei Ergotherapeutinnen und Betreuern, die dafür sorgen, dass die Spielerinnen und Spieler optimal gefördert werden.

Kuhlmann betont, dass Teamarbeit und das Gefühl von Vertrauen wichtige Aspekte des Trainings sind. Um das Spiel zu koordinieren, kommen spezielle Bälle mit Rasseln zum Einsatz, und akustische Hinweise helfen den Sportlern, sich auf dem Feld zu orientieren. Hannover 96 hebt hervor, dass die Spieler Innen mit Trikots und Trainingsanzügen aus der Abteilung Handicapsport ausgestattet werden, damit sie sich auch optisch ins Spiel einbringen können.

Ziele und Zukunftsperspektiven

Ein zentrales Ziel des Projekts ist der Aufbau einer Erwachsenenmannschaft für sehbehinderte Menschen, die möglicherweise in der Blindenfußball-Bundesliga antreten könnte. Kuhlmann gibt jedoch zu, dass es noch ein langer Weg bis zu diesem Ziel ist. Kurzfristig stehen Freundschaftsspiele und die Teilnahme an verschiedenen Spielrunden auf dem Plan. Das ganze Projekt wird verstärkt unterstützt von den beiden Vereinen und dem Landesbildungszentrum für Blinde in Hannover.

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Mit dieser Initiative zeigen Hannover 96 und Werder Bremen, dass sie ein gutes Gespür für Inklusion haben und mit vereinten Kräften eine sportliche Heimat für diejenigen schaffen wollen, die oft übersehen werden. Die Türen stehen weit offen für neue SpielerInnen und Guides, unabhängig von ihrer Sehfähigkeit – eine großartige Gelegenheit, um Teil dieser wachsenden Gemeinschaft zu werden!