Heute ist der 7. Mai 2026 und in Bremerhaven tut sich etwas Großes: Martin Günthner wird am 1. Juli 2026 als neuer Oberbürgermeister das Ruder übernehmen. Nach einer langen politischen Karriere tritt er in die Fußstapfen von Melf Grantz und bringt dabei mehr als 30 Jahre Erfahrung in der politischen Arena mit. Mit seinen 50 Jahren ist er kein unbeschriebenes Blatt, sondern ein vertrauter Name in der Bremerhavener Politik.
Er wurde im Januar 2026 von der SPD Bremerhaven zum Kandidaten gekürt. Seine politische Laufbahn begann in den 1990er Jahren, als er als einer von drei gleichberechtigten Sprechern des Juso-Unterbezirks Bremerhaven aktiv wurde. Später, von 1999 bis 2002, übernahm er den Vorsitz des Juso-Unterbezirks und war auch im Landesverband Bremen engagiert. Diese Anfänge sind nicht nur ein Teil seiner Geschichte, sie zeigen auch, wie viel Herzblut er in die lokale Politik gesteckt hat.
Erfahrungen und Herausforderungen
Von 2010 bis 2019 war Günthner Wirtschaftssenator des Landes Bremen. In dieser Zeit hat er viel bewegt, aber auch Rückschläge erlebt. Ein zentrales Projekt, der Bau eines Schwerlasthafens für die Offshore-Windindustrie, scheiterte – eine bittere Pille, die er schlucken musste. Dennoch hat er nie den Mut verloren und bleibt der Politik treu, auch wenn er 2019 als Senator zurücktrat und als Sozialdezernent in Bremerhaven tätig wurde.
Er sieht sich selbst nicht als „Berufspolitiker“, aber die letzten drei Jahrzehnte sprechen eine andere Sprache. Als stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und hafenpolitischer Sprecher hat er immer wieder seine Meinung geäußert – auch kritisch, wie etwa nach der Kommunalwahl 1999 gegen die CDU. Unterstützt wird er in seiner neuen Rolle von Janina Strelow, der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Bremerhaven, die ihm den Rücken stärkt.
Ein Blick in die Zukunft
Sein Weg ist nicht nur geprägt von Erfolgen, sondern auch von Herausforderungen. 2023 wurde er auf Listenplatz 1 der SPD in Bremerhaven in die 21. Bürgerschaft gewählt und im Juni zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt. Anfang 2024 trat er als hauptamtlicher Stadtrat für Soziales, Arbeit, Jugend und Familie in den Magistrat ein. Diese Positionen zeigen, dass er nie wirklich von der Bildfläche verschwunden ist.
Für viele ist er der Hoffnungsträger, der frischen Wind in die Stadt bringen kann. In den sozialen Medien könnte er bald sein Profil auf „designierter Oberbürgermeister“ ändern – ein kleiner Schritt, um seine neue Rolle zu reflektieren. Wie auch immer man zu ihm steht, eins ist klar: Die kommenden Monate versprechen spannend zu werden. Bremerhaven hat einen neuen Kapitän an Bord, und wir sind alle gespannt, wie er das Schiff steuern wird.